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Im Haus der indischen Familie Verma herrscht helle
Aufregung: In drei Tagen wird die 24-jährige
Aditi vor den Traualtar treten. Widerwillig hat
die junge Frau der arrangierten Hochzeit mit einem
amerikanischen Inder aus Texas zugestimmt - obwohl
sie eigentlich noch immer in ihren Ex-Liebhaber
und Chef Vikram verliebt ist. Von diesem Aufruhr
der Gefühle bekommt der Rest der riesigen Verma-Sippe
nichts mit. Aus der ganzen Welt sind die Familienmitglieder
nach Neu Delhi gereist, um an der Feier teilzunehmen.
Kein Wunder, dass es im Haus der Brautfamilie drunter
und drüber geht.
Da wäre zum Beispiel der nervöse Brautvater,
den der ganze Trubel nervt, zumal die Vorbereitungen
nicht unbedingt reibungslos verlaufen. Oder der
erfolgreiche Catering-Unternehmer P. K. Dubey, der
das Fest organisiert und die ganze überdrehte
Vorfreude der Gäste ziemlich gelassen nimmt
- bis er sich in Alice verliebt, eine Angestellte
der Vermas. Von einer Sekunde zur nächsten
ist der launische P. K. plötzlich selbst in
bester Hochzeitslaune. Von der romantischen Stimmung
lassen sich auch die 17-jährige Ayesha und
der aus Australien stammende Rahul anstecken: Mit
einer so attraktiven "indischen" Inderin
hat der 19-Jährige in Neu Delhi jedenfalls
nicht gerechnet. Dann gibt es da noch Ria, die abgeklärte,
unverheiratete Cousine der Braut. Sie beobachtet
das turbulente Durcheinander mit einer Mischung
aus Skepsis und Spott.
Mit einer dramatischen Enthüllung wird sie
am Abend der Hochzeit für große Aufregung
sorgen - wie überhaupt der ganze Hochzeitstag
noch so manche Überraschung für den Verma-Clan
bereithält. In dieser aufgeheizten Stimmung
kommt ein tropischer Monsun-Regen genau richtig:
Er beschert den erhitzten Gemütern ein wenig
Abkühlung, reinigt die Stimmung von allen bösen
Gedanken und bringt die Gefühle der illustren
Gästeschar wieder in harmonischen Einklang.
Mit "Monsoon Wedding - Hochzeit mit Hindernissen"
hat die indische Regisseurin Mira Nair eine ebenso
beschwingte wie dramatische Familiengeschichte inszeniert.
Mit viel Gespür für emotionale Zwischentöne
erzählt der Film von einer Gruppe von Menschen,
die anlässlich eines Familienfestes mit eigenen
Wünschen, Träumen und Sorgen konfrontiert
wird. Auf dem Filmfestival von Venedig 2001 wurde
der vielfach preisgekrönte Film mit dem "Goldenen
Löwen" als "Bester Film" ausgezeichnet.
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