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Der kubanische Plantagenbesitzer Juan Raul Perez
hat Anfang der Sechzigerjahre seine Zuckerrohrfelder
abgebrannt, um zu verhindern, dass sein Eigentum
verstaatlicht wird. Als politisch Verfolgter wird
er inhaftiert. Sein großspuriger Schwager
Angel schickt aus Miami regelmäßig Bestechungsgelder,
mit denen er jedoch nicht erreicht, dass Juan Raul
freikommt. Denn die Kubaner sehen in diesen Zahlungen
eine willkommene Einkommensquelle, die möglichst
nicht versiegen darf und verlängern seine Haft.
So wird er erst 20 Jahre später, zu Beginn
der 80er Jahre, im Zuge einer Generalamnestie aus
dem Gefängnis entlassen. Die USA gewähren
ihm politisches Asyl.
Aber aufgrund einer dummen Verwechslung wartet Juan
Raul in Miami vergebens auf seine Frau Carmela,
die ihn nun für endgültig verschollen
hält. Juan Raul seinerseits weiß nicht,
wo seine Frau lebt und kann ohne Papiere auch nicht
glaubhaft machen, dass er verheiratet ist. Da das
strenge US-Einwanderungsgesetz unverheirateten Personen
die Einbürgerung erheblich erschwert, lässt
er sich von der ebenfalls alleinstehenden Ex-Prostituierten
Dottie dazu überreden, sich als ihr Ehemann
auszugeben. Als er wider Erwarten Gefühle für
die attraktive Dottie entwickelt und bald darauf
durch Zufall seiner Frau begegnet, die sich ihrerseits
in einen anderen Mann verliebt hat, kommt es zu
einigen Turbulenzen ...
Vor dem malerischen Hintergrund von Miamis "Little
Havanna" entfaltet die indische Regisseurin
Mira Nair eine Familiengeschichte kubanischer Emigranten
um große Hoffnungen, bittere Enttäuschungen,
verpasste Chancen und neues Glück. Sie hat
bereits mit ihrem in Cannes mit der "Camera
d'or" ausgezeichneten Kinofilm "Salaam
Bombay" und in "Mississippi Masala"
ihr Talent für ethnische Themen eindrucksvoll
unter Beweis gestellt. "Wiedersehen in Miami"
ist eine gelungene Gratwanderung zwischen einem
Flüchtlingsdrama und einer leichtfüßig
inszenierten Latino-Komödie.
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