Ich bin Sam

Spielfilm aus den USA von 2002
Regie Jessie Nelson
Drehbuch Kristine Johnson und Jessie Nelson
Musik John Powell
Kamera Elliot Davis
Darsteller Sam Dawson - Sean Penn
Rita Harrison - Michelle Pfeiffer
Annie Cassell - Dianne Wiest
Lucy Diamond Dawson - Dakota Fanning
Turner - Richard Schiff
Ifty - Doug Hutchison
Margaret Calgrove - Loretta Devine
Randy Carpenter - Laura Dern
Robert - Stanley DeSantis
Brad - Brad Silverman
u. a.

"Ich wollte nur ein Bett für die Nacht", sagt eine junge Obdachlose und flüchtet nach der Geburt ihres Kindes auf Nimmerwiedersehen aus dem Krankenhaus. Der Säugling wird in die Obhut seines Vaters gegeben, der jedoch nur den IQ eines Siebenjährigen besitzt. Und dennoch gelingt es Sam, der als Hilfskraft in einem Café arbeitet, mit viel Liebe und der Hilfe von Freunden, die kleine Lucy aufzuziehen. Als aber das Kind die Schule besucht, wird die staatliche Fürsorge auf diese merkwürdige Situation aufmerksam.

Denn die Kleine weigert sich, lesen zu lernen, um nicht schlauer zu sein als ihr Papa - für den sie sich schämt, den sie zugleich aber auch über alles liebt. Lucy wird zu Pflegeeltern gebracht, während Sam vor Gericht verzweifelt um das Sorgerecht kämpft. Unerwartete Hilfe bekommt er von der gestressten Staranwältin Rita, einer aufbrausenden Perfektionistin, die ihre privaten Probleme mit ihrem Sohn und ihrem Ehemann nicht in den Griff bekommt und plötzlich Parallelen zu dem zurückgebliebenen Sam entdeckt ...

Die Beziehung zwischen Sam und Lucy wird mit beiläufiger Handkamera als eine Ansammlung von Momentaufnahmen inszeniert. Das Verhältnis zwischen Vater und Tochter rührt dabei ebenso zu Tränen wie einst Charlie Chaplins Filmklassiker "The Kid". Das Mädchen wird gespielt von der hinreißenden, gewitzten Kinderschauspielerin Dakota Fanning. Hollywoodstar Michelle Pfeiffer als Rita verleiht ihrer Rolle als einsame Karrierefrau neurotische und verletzliche Züge.

Und Sean Penn erhielt für seine meisterliche Performance die dritte Oscarnominierung (2004 wurde ihm für "Mystic River" die begehrte Auszeichnung schließlich verliehen). Mimisch und gestisch fühlt er sich perfekt in die Gefühlswelt Sams ein, der unschuldig ist wie ein Kind und intuitiv das Richtige tut. Ebenso simpel wie charmant ist dabei Regisseurin Jessie Nelsons Idee, Beatles-Songs zu Sams Begleitern und Ratgebern in allen Lebenslagen zu küren.
   

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