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"Ich wollte nur ein Bett für die Nacht",
sagt eine junge Obdachlose und flüchtet nach
der Geburt ihres Kindes auf Nimmerwiedersehen aus
dem Krankenhaus. Der Säugling wird in die Obhut
seines Vaters gegeben, der jedoch nur den IQ eines
Siebenjährigen besitzt. Und dennoch gelingt
es Sam, der als Hilfskraft in einem Café
arbeitet, mit viel Liebe und der Hilfe von Freunden,
die kleine Lucy aufzuziehen. Als aber das Kind die
Schule besucht, wird die staatliche Fürsorge
auf diese merkwürdige Situation aufmerksam.
Denn die Kleine weigert sich, lesen zu lernen, um
nicht schlauer zu sein als ihr Papa - für den
sie sich schämt, den sie zugleich aber auch
über alles liebt. Lucy wird zu Pflegeeltern
gebracht, während Sam vor Gericht verzweifelt
um das Sorgerecht kämpft. Unerwartete Hilfe
bekommt er von der gestressten Staranwältin
Rita, einer aufbrausenden Perfektionistin, die ihre
privaten Probleme mit ihrem Sohn und ihrem Ehemann
nicht in den Griff bekommt und plötzlich Parallelen
zu dem zurückgebliebenen Sam entdeckt ...
Die Beziehung zwischen Sam und Lucy wird mit beiläufiger
Handkamera als eine Ansammlung von Momentaufnahmen
inszeniert. Das Verhältnis zwischen Vater und
Tochter rührt dabei ebenso zu Tränen wie
einst Charlie Chaplins Filmklassiker "The Kid".
Das Mädchen wird gespielt von der hinreißenden,
gewitzten Kinderschauspielerin Dakota Fanning. Hollywoodstar
Michelle Pfeiffer als Rita verleiht ihrer Rolle
als einsame Karrierefrau neurotische und verletzliche
Züge.
Und Sean Penn erhielt für seine meisterliche
Performance die dritte Oscarnominierung (2004 wurde
ihm für "Mystic River" die begehrte
Auszeichnung schließlich verliehen). Mimisch
und gestisch fühlt er sich perfekt in die Gefühlswelt
Sams ein, der unschuldig ist wie ein Kind und intuitiv
das Richtige tut. Ebenso simpel wie charmant ist
dabei Regisseurin Jessie Nelsons Idee, Beatles-Songs
zu Sams Begleitern und Ratgebern in allen Lebenslagen
zu küren.
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