|
Francesca Anderson ist mit ihrem Mann Robert nicht
glücklich und fühlt sich mit unwiderstehlicher
und ganz und gar unmütterlicher Zärtlichkeit
zu ihrem 17-jährigen Sohn James hingezogen,
in dem sie immer mehr ihren einstigen Liebhaber
Macer wieder zu erkennen glaubt. Macer, inzwischen
schon lange tot, war der Vater von James. Das hat
Francesca jedoch stets vor ihrem Mann und ihrem
Sohn verheimlicht. Während einer erbitterten
Auseinandersetzung mit Robert lässt sie sich
jedoch zu einem Geständnis hinreißen
und wird daraufhin von ihm misshandelt. James will
seiner Mutter helfen. Ein wildes Handgemenge endet
für Robert Anderson tödlich. James muss
sich daraufhin vor Gericht verantworten; die Anklage
gegen ihn lautet auf Totschlag. Die Aussage seiner
Mutter entscheidet den Prozess. Als sie ihn nach
dem spektakulären Verfahren ganz für sich
zu haben glaubt, erwartet sie eine unerträgliche
Enttäuschung.
Der Reiz und die besondere Wirkung des 1969 gedrehten
Psychokrimis von John Newland liegt in der Besetzung
der Hauptrolle. Die damals 31-jährige Romy
Schneider sieht nicht nur in jeder Einstellung blendend
aus, sie prägt auch den Film. Im Anschluss
an "Inzest drehte" sie unter der Regie
von Claude Sautet "Die Dinge des Lebens".
In ihm hatte Romy Schneider ihren idealen Regisseur
und in Michel Piccoli endgültig einen idealen
Partner gefunden. Die Kinowelt hatte einen neuen
Star.
|