|
Nete, Mutter einer pubertierenden Tochter, ist eine
Frau von Mitte dreißig, blond, attraktiv,
intelligent und dabei zupackend. Von Beruf ist sie
Sozialarbeiterin. Ihr Mann Kristian ist ein selbstzweiflerischer
Schriftsteller, der mit einer Teilzeitstelle als
Dozent sein mageres Auskommen findet. Das Alltagsleben
gerät allmählich aus den Fugen, als Netes
Vater schwer erkrankt: Er hat nur noch drei Wochen
zu leben. Obwohl sie sich nie gut mit ihm verstanden
hat, holt Nete den verbitterten alten Mann zu sich
in die Wohnung. Er soll seine letzten Tage im Kreis
der Familie verbringen. Trotz der zusätzlichen
Belastung und der räumlichen Enge versuchen
zunächst alle, mit der ungewohnten Situation
klarzukommen. Netes Bemühungen, ihren Vater
und ihren homosexuellen Bruder Martin wieder zu
versöhnen, scheitern. Netes Vater und Tochter
Katrine verbünden sich gegen sie. Der alte
Mann raucht wie ein Schlot, blockiert Kristians
Arbeitszimmer und okkupiert den Fernseher. Drei
Wochen vergehen, Netes Vater stirbt nicht. Die beengte
Situation beginnt allen auf die Nerven zu gehen.
Netes Tochter wird immer rebellischer, Kristian
flüchtet sich in eine Affäre mit der schönen
Studentin Tanja. Netes Beziehung zu ihrem Vater
verschlechtert sich. Die Situation eskaliert. Da
trifft der Vater eine Entscheidung.
Selten waren sich Kritik und Publikum so einig:
Die Familiengeschichte "Okay" ist ein
absolutes Highlight nicht nur des dänischen
"jungen Kinos", auch wenn der "Dogma"-Film
ausgereizt scheint. "Was in Deutschland ein
schwer verdaulicher Problemfilm wäre, ist hier
ein heiter-melancholischer Blick auf eine Krisensituation,
erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit, subversiver
Komik, leiser Poetik und großen Gefühlen.
Und man leidet so richtig mit, wenn aus Angst vor
seelischer Verletzung die Emotionen nur auf Sparflamme
kochen dürfen. ..."Okay" ist mehr
als o.k., ist großartige Unterhaltung und
macht schlicht und einfach glücklich"
(Margret Köhler). Herausragend die mehrfach
ausgezeichnete Leistung von Paprika Steen in "Okay",
die u.a. auf dem Internationalen Filmfestival von
Los Angeles den "Großen Preis der Jury",
den dänischen Kritikerpreis "Bodil"
und den dänischen Filmpreis "Robert"
gewann.
|