Okay

Dänischer Spielfilm von 2002
Regie Jesper W. Nielsen
Drehbuch Kim Fupz Aakeson
Musik Halfdan E, Jesper Winge Leisner und Nikolaj Steen
Kamera Erik Zappon
Darsteller Nete - Paprika Steen
Kristian - Troels Lyby
Netes Vater - Ole Ernst
Martin - Nicolaj Kopernikus
Katrine - Molly Blixt Egelind
Tanja - Laura Drasbæk
Trisse - Trine Dyrholm
Janni - Lotte Merete Andersen
Arzt - Jesper Christensen
Netes Chef - Henrik Prip
u. a.

Nete, Mutter einer pubertierenden Tochter, ist eine Frau von Mitte dreißig, blond, attraktiv, intelligent und dabei zupackend. Von Beruf ist sie Sozialarbeiterin. Ihr Mann Kristian ist ein selbstzweiflerischer Schriftsteller, der mit einer Teilzeitstelle als Dozent sein mageres Auskommen findet. Das Alltagsleben gerät allmählich aus den Fugen, als Netes Vater schwer erkrankt: Er hat nur noch drei Wochen zu leben. Obwohl sie sich nie gut mit ihm verstanden hat, holt Nete den verbitterten alten Mann zu sich in die Wohnung. Er soll seine letzten Tage im Kreis der Familie verbringen. Trotz der zusätzlichen Belastung und der räumlichen Enge versuchen zunächst alle, mit der ungewohnten Situation klarzukommen. Netes Bemühungen, ihren Vater und ihren homosexuellen Bruder Martin wieder zu versöhnen, scheitern. Netes Vater und Tochter Katrine verbünden sich gegen sie. Der alte Mann raucht wie ein Schlot, blockiert Kristians Arbeitszimmer und okkupiert den Fernseher. Drei Wochen vergehen, Netes Vater stirbt nicht. Die beengte Situation beginnt allen auf die Nerven zu gehen. Netes Tochter wird immer rebellischer, Kristian flüchtet sich in eine Affäre mit der schönen Studentin Tanja. Netes Beziehung zu ihrem Vater verschlechtert sich. Die Situation eskaliert. Da trifft der Vater eine Entscheidung.

Selten waren sich Kritik und Publikum so einig: Die Familiengeschichte "Okay" ist ein absolutes Highlight nicht nur des dänischen "jungen Kinos", auch wenn der "Dogma"-Film ausgereizt scheint. "Was in Deutschland ein schwer verdaulicher Problemfilm wäre, ist hier ein heiter-melancholischer Blick auf eine Krisensituation, erzählt mit wunderbarer Leichtigkeit, subversiver Komik, leiser Poetik und großen Gefühlen. Und man leidet so richtig mit, wenn aus Angst vor seelischer Verletzung die Emotionen nur auf Sparflamme kochen dürfen. ..."Okay" ist mehr als o.k., ist großartige Unterhaltung und macht schlicht und einfach glücklich" (Margret Köhler). Herausragend die mehrfach ausgezeichnete Leistung von Paprika Steen in "Okay", die u.a. auf dem Internationalen Filmfestival von Los Angeles den "Großen Preis der Jury", den dänischen Kritikerpreis "Bodil" und den dänischen Filmpreis "Robert" gewann.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved