Einfach Blumen aufs Dach

Spielfilm aus der DDR von 1979
Regie Roland Oehme
Drehbuch Rudi Strahl und Roland Oehme
Musik Hans Jürgen Wenzel
Kamera Jürgen Lenz
Darsteller Hannes Blaschke - Martin Trettau
Maxi Blaschke - Barbara Dittus
Uwe Blaschke - Lars Jung
Jochen Müller - Carl Heinz Choynski
Kurt Klawohn - Werner Godemann
Sohni Schilling - Jaecki Schwarz
Minister - Albert Hetterle
Referentin - Marianne Wünscher
Wachtmeister Scheibchen - Thomas Neumann
Elfi Müller - Carmen-Maja Antoni
u.a.

Berlin im Jahre 1978. Hochspannungsmonteur Hannes Blaschke und seine Frau Maxi, Busfahrerin, haben Familienzuwachs bekommen: Zwillinge. Das stellt sie vor ein Problem: Ihr Trabant ist zu klein für die große Familie, zu der noch zwei Söhne und ein Hund gehören. Hannes' Brigade weiß Rat: Gemeinsam sehen sie sich auf einem Autoschrottplatz der Deutschen Handelszentrale nach einem größeren Wagen um und entdecken dort einen zum Verschrotten abgegebenen Repräsentationswagen der russischen Marke Tschaika.
Mit Hilfe eines ministeriellen Machtwortes erwirbt Herr Blaschke die Luxuslimousine für eine Mark pro Kilo. Maxi hat anfangs ein Problem mit der Karosse. Doch Hannes sonnt sich in der Zuvorkommenheit, die ihm plötzlich überall entgegengebracht wird. Da sind Volkspolizisten schnell bereit, Parksünden zu ignorieren und ein Halteverbotsschild zu versetzen, da stehen Pioniergruppen stramm und helfen Volksarmisten im Manöver aus dem Schlamm.
Da öffnen sich für die dem Tschaika entsteigenden Kollegen die Tore eines ausverkauften Länderspielstadions und Hannes gerät sogar auf einen diplomatischen Cocktail-Empfang. Das steigt ihm alles reichlich zu Kopf und so verpassen ihm seine Kollegen einen Denkzettel: Sie bemalen den schwarzen Tschaika mit bunten Blumen - sozusagen Flower Power statt Staatsmacht.
Mit "Einfach Blumen aufs Dach" schrieb Rudi Strahl sein siebentes Drehbuch für einen DEFA-Film. Der Schriftsteller gehörte zu den erfolgreichsten Dramatikern der DDR. Das Bühnenlustspiel, der heitere Kino-Film waren seine Domäne. Er hatte das Talent, "Stücke zu schreiben, in denen die DDR über sich selbst lachte" und nur ein einziges Mal verboten zu werden, schreibt die Wochenzeitung Freitag. So lief sein "Ein irrer Duft von frischem Heu" im Berliner Metropol-Theater einige hundert Mal vor ausverkauftem Haus. "In Sachen Adam und Eva" oder "Arno Prinz von Wolkenstein" bestimmten über viele Jahre die Spielpläne von DDR-Bühnen von Rostock bis Meiningen. Über 560 Mal wurden seine Bühnenstücke inszeniert und seine Bücher erreichten eine Gesamtauflage von fünf Millionen.
   

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