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Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wo? Im mecklenburgischen
Dorf Trutzlaff. Der Parteisekretär der dortigen
LPG Mattes Mathias hat das "zweite Gesicht".
Wie sonst ist es zu erklären, dass er Verlorengegangenes,
sei es nun ein Ehemann oder ein Notstromaggregat,
mit absoluter Sicherheit aufspürt, ohne es
zu suchen?! Außerdem kann er Kranke heilen,
was er an dem krummen Paul bewiesen hat. Und dass
seine Wettervorhersagen immer stimmen, gehört
beinahe schon zu den alltäglichen Erscheinungen.
Mattes' Ruf ist weit über das Dorf Trutzlaff
hinaus bis in die Bezirksstadt gedrungen. Durch
einen Brief des Dorfschusters hat man sogar im Vatikan
davon erfahren. Hier wie dort ist man hellhörig
geworden und will der Sache auf den Grund gehen.
Was Genossin Dr. phil. Angelika Unglaube und Monsignore
Romeo Aventuro in Trutzlaff erleben, übersteigt
bei weitem ihre Erwartungen und bleibt für
beide nicht ohne ernsthafte persönliche Folgen.
Der einzige, der einen klaren Kopf behält,
ist Mattes. Aber dann ist da noch "Der irre
Duft von frischem Heu" ...
Autor und Komödienspezialist Rudi Strahl erdachte
die amüsante Mär, der von Regisseur Roland
Oehme durch manchen Griff in die Trickkiste und
durch Einbeziehung von Dorf und Landschaft zusätzliche
Reize hinzugefügt wurde. "Ein irrer Duft
von frischem Heu" war 1975 als Theaterstück
entstanden und sorgte im Berliner Maxim-Gorki-Theater
für Hunderte ausverkaufte Vorstellungen. Auch
in 14 westdeutschen Theatern stand es auf dem Programm.
Rudi Strahl, der am 14. September 2006 75 Jahre
alt geworden wäre, war ein sehr erfolgreicher
Dramatiker. Sein Stück "In Sachen Adam
und Eva" lief 18 Jahre lang im Maxim-Gorki-Theater.
"Arno Prinz von Wolkenstein" war ein weiteres
seiner beliebten Stücke. Zu DDR-Zeiten erlebten
seine Komödien mehr als 530 Inszenierungen.
Er schrieb Drehbücher für mehr als 40
Kino- und Fernsehfilme, u.a. für "Der
Reserveheld" oder "Einfach Blumen aufs
Dach".
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