Ein irrer Duft von frischem Heu

Spielfilm aus der DDR von 1977
Regie Roland Oehme
Drehbuch Rudi Strahl und Roland Oehme, nach dem gleichnamigen Lustspiel von Rudi Strahl
Musik Günther Fischer
Kamera Jürgen Lenz
Darsteller Dr. Angelika Unglaube - Ursula Werner
Mattes Mathias - Peter Reusse
Pastor Himmelsknecht - Martin Hellberg
Monsignore Romeo Aventuro - Jan Triska
Lydia - Ursula Staack
Paul - Roland Knappe
Anton Czybulka - Thomas Neumann
Mutter Roloff - Gertrud Brendler
Willem - Otto Dierichs
Ein Jäger - Wolfgang Sasse
Ein Jäger - Wolfgang Bachmann
Ein Jäger - Johannes Nowak
Ein Jäger - Hans-Joachim Puls
Wirt - Oswald Foederer
Tramp - Thomas Wolff
und andere

Es geschehen noch Zeichen und Wunder. Wo? Im mecklenburgischen Dorf Trutzlaff. Der Parteisekretär der dortigen LPG Mattes Mathias hat das "zweite Gesicht". Wie sonst ist es zu erklären, dass er Verlorengegangenes, sei es nun ein Ehemann oder ein Notstromaggregat, mit absoluter Sicherheit aufspürt, ohne es zu suchen?! Außerdem kann er Kranke heilen, was er an dem krummen Paul bewiesen hat. Und dass seine Wettervorhersagen immer stimmen, gehört beinahe schon zu den alltäglichen Erscheinungen.

Mattes' Ruf ist weit über das Dorf Trutzlaff hinaus bis in die Bezirksstadt gedrungen. Durch einen Brief des Dorfschusters hat man sogar im Vatikan davon erfahren. Hier wie dort ist man hellhörig geworden und will der Sache auf den Grund gehen. Was Genossin Dr. phil. Angelika Unglaube und Monsignore Romeo Aventuro in Trutzlaff erleben, übersteigt bei weitem ihre Erwartungen und bleibt für beide nicht ohne ernsthafte persönliche Folgen. Der einzige, der einen klaren Kopf behält, ist Mattes. Aber dann ist da noch "Der irre Duft von frischem Heu" ...

Autor und Komödienspezialist Rudi Strahl erdachte die amüsante Mär, der von Regisseur Roland Oehme durch manchen Griff in die Trickkiste und durch Einbeziehung von Dorf und Landschaft zusätzliche Reize hinzugefügt wurde. "Ein irrer Duft von frischem Heu" war 1975 als Theaterstück entstanden und sorgte im Berliner Maxim-Gorki-Theater für Hunderte ausverkaufte Vorstellungen. Auch in 14 westdeutschen Theatern stand es auf dem Programm. Rudi Strahl, der am 14. September 2006 75 Jahre alt geworden wäre, war ein sehr erfolgreicher Dramatiker. Sein Stück "In Sachen Adam und Eva" lief 18 Jahre lang im Maxim-Gorki-Theater. "Arno Prinz von Wolkenstein" war ein weiteres seiner beliebten Stücke. Zu DDR-Zeiten erlebten seine Komödien mehr als 530 Inszenierungen. Er schrieb Drehbücher für mehr als 40 Kino- und Fernsehfilme, u.a. für "Der Reserveheld" oder "Einfach Blumen aufs Dach".
   

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