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Die Engländerin Sarah Morton ist eine erfolgreiche
Krimischriftstellerin, die bei jeder U-Bahn-Fahrt
von begeisterten Fans angesprochen wird. Doch die
disziplinierte Frau steckt mitten in einer Schaffenskrise
und steht am Rande einer Depression. Ihr Londoner
Verleger John Bosload überlässt seiner
Starautorin daraufhin für den Sommer sein opulentes
Ferienhaus in der Provence. Kaum angekommen in der
paradiesischen Umgebung, blüht die ältliche
Sarah auf und macht sich eifrig Notizen für
einen neuen Krimi.
Doch die kreative Idylle wird jäh gestört
durch des Verlegers Tochter Julie, die überraschend
hereinplatzt. Das sexy Girlie ist ein wahres Luder
und in allem das Gegenteil der empfindlichen und
zugeknöpften Britin: Tagsüber legt sie
sich halb nackt an den Pool, und jede Nacht vergnügt
sie sich lärmend mit wechselnden Liebhabern,
die sie im nahen Dorf aufgegabelt hat. Sarah bekommt
sofort Streit mit der provozierend rücksichtslosen
und sinnlichen Julie, doch auch ihr professioneller
Instinkt wird geweckt. Sie findet Julies Tagebuch
und nimmt es als Inspiration für ihren neuen
Roman. Doch auch Julie wird neugierig und entdeckt,
dass Sarah sich aus ihrem Tagebuch bedient. Während
ihres Katz-und-Maus-Spiels verstehen sich die beiden
Frauen allmählich immer besser. Julie erweist
sich als zerbrechlich, Sarah als mütterlich.
Als eines Tages der nette Kellner Franck verschwindet,
für den beide Frauen sich interessieren, und
sich am Pool Blutspuren finden, ist Sarahs neuer
Krimi beinahe fertig.
Der französische Regie-Virtuose François
Ozon, der bereits in seiner hinreißenden Krimikomödie
"8 Frauen" ein Händchen für
Starschauspielerinnen bewiesen hat, drehte erneut
ein amüsantes Krimidrama mit einem klitzekleinen
Mord. In Anspielung an "Swimmingpool"
("La Piscine", 1969) mit Alain Delon und
Romy Schneider entwickelt sich Ozons Film zum erotisch-doppelsinnigen
Psychothriller über die Untiefen der weiblichen
Seele. Und wie in Ozons Drama "Unter dem Sand"
ist seine Heldin erneut die schillernde Charlotte
Rampling - als Sarah, deren neurotische, gar schrullige
Art verschüttete Begierden ahnen lässt.
Ihr Gegenpart, Ludivine Sagnier, ist eine weitere
Muse von Ozon und wurde als abgründige Mini-Bardot
schlagartig zum Star.
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