Unter dem Sand

Französischer Spielfilm von 2001
Regie François Ozon
Drehbuch Emmanuèle Bernheim, Marina de Van, Francois Ozon und Marcia Romano
Musik Philippe Rombi und Barbara
Kamera Antoine Héberlé und Jeanne Lapoirie
Darsteller Marie Drillon - Charlotte Rampling
Jean Drillon - Bruno Cremer
Vincent - Jacques Nolot
Amanda - Alexandra Stewart
Gérard - Pierre Vernier
Suzanne - Andrée Tainsy
Ausländerin - Maya Gangler
Chef der Lebensrettertruppe - Damien Abbou
Junger Lebensretter - David Portugais
Polizist - Pierre Soubestre
Kriminalist - Michel Cordes
u. a.

Marie und Jean sind seit 25 Jahren verheiratet. Wie jedes Jahr verbringen sie ihren Sommerurlaub in ihrem Landhaus an der südfranzösischen Atlantikküste. Eines Morgens gehen sie wie immer an den einsamen Strand. Maria schläft ein, Jean geht ins Wasser - und taucht nicht mehr auf. Die Suche bleibt ergebnislos. Ist er ertrunken, hat er Selbstmord begangen, hat er sich abgesetzt? Allein gelassen, hält Marie hartnäckig daran fest: Jean lebt.

"Nichts ist, wie es scheint, und der Schein ist wahrer als die Wirklichkeit. 'Unter dem Sand' beginnt wie ein Thriller, der auf ganz leisen Sohlen daherkommt, verwandelt sich in das Psychodrama einer Frau ... und erweist sich am Ende als eine ergreifende Meditation über Verlust und Trauer" (SZ). Regisseur und Co-Autor Francois Ozon verzichtet bei "Unter dem Sand" auf das klassische Zutaten-Repertoire wie Entdeckung eines Doppellebens, einer Geliebten oder kriminelle Aktivitäten. Er konzentriert sich auf die Entwicklung einer Frau, die sich in die Illusion flüchtet, erzählt eine einfache, fast intime Geschichte von Liebe und Trauer(arbeit). Im Mittelpunkt steht die psychologische Wandlung von der Verweigerung bis zur möglichen Akzeptanz des Unausweichlichen. "Charlotte Rampling trägt den Film mit ihrer Ausstrahlung, da 'sitzt' jeder Blick, jede Geste. Sie ist schön und verletzbar, eine schauspielerische Offenbarung. Die Poesie dieser melancholischen Reise in die 'terra incognita' der Psyche klingt noch lange nach. Ozon gelang ein filigranes Meisterwerk, das mehr als nur erwachsene Zuschauer begeistern sollte" (Die ganze Welt des Kinos).
   

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