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Am Morgen des 20. Juli 1944 werden die Weichen für
den von langer Hand geplanten Staatsstreich und
das Attentat auf Hitler gestellt, von dem sich die
Verschwörer die Rettung Deutschlands und die
Beendigung des Krieges erhoffen. Generaloberst a.
d. Beck, der bis zu den geplanten Neuwahlen als
provisorisches Staatsoberhaupt eingesetzt werden
soll, bereitet die Proklamation zur Machtübernahme
nach Hitlers Tod vor. Generaloberst a. D. Hoepner
fährt zu General Olbricht, um von den Räumen
des OKH (Oberkommando des Heeres) in der Bendlerstraße
aus, die Aktionen zu leiten. Um 10.30 Uhr fliegt
Oberst Graf Schenk von Stauffenberg mit seinem Adjutanten
und Vertrauten von Haeften zu der von Hitler angesetzten
Lagebesprechung in dessen Hauptquartier "Wolfsschanze"
in Ostpreußen, in seiner Tasche eine Bombe
mit Zeitzünder - ein englisches Modell von
höchster Zuverlässigkeit. Ohne Schwierigkeit
passieren sie alle Wachen.
Von Fellgiebel, Chef der Nachrichtenzentrale in
der "Wolfsschanze" und Mitverschworener,
erfährt Stauffenberg, dass ausgerechnet heute
die Besprechung nicht im Bunker, sondern in der
Kartenbaracke abgehalten wird. Ein kleiner Nachteil,
doch bestimmt kein gravierender, beruhigt er sich.
Zehn Minuten später verlässt Stauffenberg
wie abgemacht die Baracke, nachdem er seine Tasche
ganz in der Nähe des Führers unter dem
Tisch platziert hat. Dass sie ein Offizier wenig
später als störend weiter schiebt, bekommt
er natürlich nicht mit.
Kaum haben von Haeften und der Oberst das wartende
Auto bestiegen, erschüttert eine Detonation
die Luft, eine Stichflamme schießt hoch. Für
sie steht fest, dass Hitler den Anschlag nicht überlebt
haben kann. Sie fliegen direkt nach Berlin zurück.
Auch Fellgiebel vernimmt die Detonation. Ebenfalls
des Erfolgs sicher, setzt er sich gemäß
Plan über Funk mit der Bendlerstraße
in Verbindung. Die Parole lautet: "Übung
abgelaufen". Sofort danach schaltet er ab.
Doch die Verständigung hat nicht funktioniert.
Olbricht zögert, die geplante Aktion "Walküre"
in Gang zu setzen: Mit ihr werden sämtliche
in Berlin stationierten Kampfeinheiten mobilisiert,
um "innere Unruhen zu unterdrücken",
sämtliche Dienststellen der NSDAP, der Gestapo
und des Sicherheitsdienstes besetzt, alle Parteifunktionäre
bis in die höchsten Stellen verhaftet, die
Wachmannschaften in den Konzentrationslagern gefangen
genommen - so soll das Procedere sein. Als Stauffenberg
in der Bendlerstraße eintrifft, ist er außer
sich, dass die Aktion noch nicht angelaufen, dass
die Telefon- und Funkzentrale noch nicht besetzt,
der Rundfunk noch nicht in der Hand seiner Leute,
Goebbels noch nicht ausgeschaltet ist. Er versichert,
dass Hitler tot sein müsse, dass er nicht überlebt
haben könne. Olbricht gibt endlich den Befehl
"Walküre" weiter. Damit sind die
Würfel gefallen. Als sich das Gerücht,
Hitler habe das Attentat nahezu unverletzt überlebt,
zur Wahrheit verdichtet, ist es zu spät "Walküre"
abzublasen.
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