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Der Gynäkologe Dr. Muster, der schon lange
in die "Schusslinie" fanatischer Abtreibungsgegner
geraten war, wird ermordet aufgefunden. Frau Muster
und ihr Sohn Rüdiger sind offenbar überzeugt
davon, dass der Täter unter den Mitgliedern
des Vereins "Schutz dem Leben" zu suchen
ist. Die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk
haben allen Grund, den Verdacht ernst zu nehmen:
Landdorf, Gründer und Vorsitzender, distanziert
sich zwar sehr überzeugend von einer Radikalisierung
seines Vereins, aber er selbst - so stellen die
Kommissare fest - hätte ein starkes persönliches
Motiv. Freddy Schenk hält jedoch eher Frau
Muster für die Täterin - hatte sie doch
kurz vor dem Tod ihres Mannes von dessen Scheidungsabsichten
erfahren.
Diese Version passt ihm ohnehin besser ins Konzept,
da er sich als Ehemann und Vater immer mehr ins
Abseits manövriert sieht. Freddy hat alle Mühe,
sich auf den Fall Muster zu konzentrieren, denn
seine 15-jährige Tochter Sonja ist von Zuhause
abgehauen. Während Freddy verzweifelt in Discos
und unter Brücken nach dem Mädchen fahndet,
sucht Sonja Unterschlupf bei Max Ballauf. Der sieht
sich in einer schwierigen Lage: Er will einerseits
Sonjas Vertrauen nicht enttäuschen, sich aber
andererseits ihrem Vater gegenüber loyal verhalten.
Aber Sonja ist ohnehin entschlossen, allein mit
ihrer Situation fertig zu werden. Als sie vor der
abgesperrten Tür von Musters Praxis erscheint,
trifft sie dort auf dessen Sohn Rüdiger und
hat plötzlich kein Problem damit, sich dem
sensiblen jungen Mann anzuvertrauen: Sonja will
einen Schwangerschaftsabbruch. Die Kommissare tappen
derweil weiterhin im Dunkeln. Das scheint sich zu
ändern, als Frau Muster einen Selbstmordversuch
unternimmt und vorher ein Schuldbekenntnis zu Papier
bringt. Aber Max Ballauf hat Grund zu vermuten,
dass sie einen anderen decken will ...
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