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Arlo hat keine Lust auf eine Teilnahme am Vietnamkrieg
und versucht, sich stattdessen an einem College
einzuschreiben. Dass ihm dort selbst im Musikunterricht
jede fantasievolle Idee ausgetrieben werden soll,
bringt Arlo rasch dazu, weiter gen Westen zu trampen.
In einer Kneipe wird er wegen seiner langen Haare
verprügelt. Schließlich besucht er seine
Freunde Ray und Alice, die eine ehemalige Kirche
in eine Hippie-Kommune verwandelt haben. Arlo ist
von der liebevollen, unkomplizierten Atmosphäre
fasziniert. Die Kirche wird zum Treffpunkt der Blumenkinder,
ein Platz um zu feiern, zu singen, zu lieben und
zu diskutieren.
Alice hat inzwischen auch ein Restaurant eröffnet,
doch Ray möchte nicht kellnern, sondern lieber
den Augenblick genießen. Als Alice sich in
Rays Jugendfreund, den psychisch labilen Ex-Junkie
Shelly, verliebt, gerät ihre Beziehung in eine
Krise. Arlo besucht unterdessen seinen Vater Woody,
der in einem New Yorker Krankenhaus im Sterben liegt.
Wieder zurück bei Alice löst Arlo wegen
illegal abgeladenen Mülls einen maßlosen
Großeinsatz der lokalen Polizei aus und wird
prompt eingesperrt. Das Malheur erweist sich jedoch
als Glücksfall. Arlos Kriminalakte verhindert
seine Einberufung, obwohl er bei der Musterung durch
sein "Ich will töten"-Geschrei positiv
auffiel.
Auf das Idyll der Blumenkinder-Gemeinde fallen indes
dunkle Schatten. Streitereien, Eifersüchteleien
und Drogenprobleme entstehen. Ray wirft Shelly hinaus,
der wieder zu fixen beginnt. Als er kurz darauf
an einer Überdosis stirbt, sind die unbeschwerten
Tage der Blumenkinder vorüber. Ray will die
Kirche verkaufen und in Montana mit einer Landkommune
neu anfangen. Zuvor laden er und Alice noch einmal
alle Freunde zur übermütig nachgestellten
Hochzeitszeremonie ein. Das fantasievoll beginnende
Fest endet allerdings melancholisch.
Zwei Jahre nach seinem Kult-Western "Bonnie
& Clyde" drehte Arthur Penn den ersten
ernsthaften Film über die Hippie-Zeit nach
Arlo Guthries 18-minütigem, autobiografischem
Talking-Blues "Alice's Restaurant Massacree".
In kurzen Auftritten sind an seiner Seite die Folksänger
Joni Mitchell und Pete Seeger zu sehen. Der heute
über 80-jährige Arthur Penn gilt als einer
der innovativsten Filmemacher des amerikanischen
Kinos.
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