Tödlicher Irrtum

Spielfilm aus der DDR von 1970
Regie Konrad Petzold
Drehbuch Günter Karl und Rolf Römer
Musik Wilhelm Neef
Kamera Eberhard Borkmann
Darsteller Shave Head - Gojko Mitic
Chris Howard - Armin Mueller-Stahl
Caroline - Annekathrin Bürger
Jessebee - Krystyna Mikolajewska
White Leaf - Kati Bus
Michael P. Allison - Rolf Hoppe
Hank Jackson, Sheriff - Bruno O'Ya
Lee Garrett, Ingenieur - Hannjo Hasse
Ben - Gerry Wolff
Kid Kearny - Rolf Ludwig
Ten Eyck - Stefan Lisewski
und andere

Im Reservat der Shoshonen findet die Wyoming Oil Company Öl. Ihr Chef hat den Indianerhäuptlingen vertraglich einen Gewinnanteil zugesichert. Als fünf Häuptlinge auf mysteriöse Weise sterben, ruft der junge Häuptling Shave Head seinen Halbbruder Chris zu Hilfe. Gemeinsam versuchen sie, die Rechte der Indianer zu verteidigen. Ein tödlicher Irrtum.

Der fünfte Indianerfilm der DEFA, den die Macher thematisch in einer Linie mit "Spur des Falken" und "Weiße Wölfe" sahen, wurde wiederum ein großer Publikumserfolg. Und die Erfahrungen mit dem Genre zeigten Spuren: Die schematischen Heldenbilder werden durch differenzierte Figuren abgelöst, auch Weiße dürfen hier "gut" sein, und die Frauengestalten bekommen mehr Konturen.

Wiederum brilliert der Film durch eine hochkarätige, publikumswirksame Besetzung: Gojko Mitic, inzwischen zum Indianer-Star der DEFA und Publikumsliebling geworden, und Armin Mueller-Stahl in den Hauptrollen, daneben Gerry Wolff als äußerst origineller Ben, Rolf Hoppe als Bösewicht und Hannjo Hasse als zwielichtiger Weißer. Gedreht wurde wieder in eindrucksvoller landschaftlicher Kulisse in Bulgarien, Polen und der Sächsischen Schweiz.

Pannen bei den Dreharbeiten gab es auch. Um die ersten Szenen - das erste Sprudeln der Ölquelle - in Szene zu setzen, wurde Biomalz als Öl verwendet. Als ein Pyrotechniker dabei Schüsse simulierte, schoss die Biomalzmasse unversehens empor und ergoss sich über den Kameramann und den Szenenbildner. Völlig verschmiert brachten sie die Dreharbeiten zu Ende und brauchten anschließend viele Stunden, um sich zu reinigen.
   

Copyright © Jürgen Oellerich - All Rights Reserved