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"Nicht von dieser Welt" kam 1999 ins Kino
und begeisterte Publikum, Kritik und Filmjurys gleichermaßen
(2000 für den Auslands-Oscar vorgeschlagen).
Kein Wunder, denn Regisseur Piccioni gelang ein
sehr menschlicher, warmherziger Film, der unaufdringlich
und trotzdem sehr originell von Sehnsüchten,
Missverständnissen und Traurigkeiten mit Heiterkeit
erzählt - und damit Lust aufs Leben macht.
Großen Anteil daran haben seine wunderbaren
Hauptdarsteller Margherita Buy und Silvio Orlando,
deren Gesichter allein schon Geschichten erzählen.
Europäisches Kino der besten Art also, von
dem der "Tagesspiegel" meinte: "Wenn
die Gabe der Beseelung einen Film zum Kunstwerk
macht, dann ist 'Nicht von dieser Welt' eines."
Caterina ist eine überzeugte Ordensschwester.
In elf Monaten will sie ihr Gelübde ablegen
und nach Kolumbien gehen. Doch dann geschieht dies:
Ein Jogger drückt ihr am Eingang eines Mailänder
Parks ein Baby in den Arm, er habe es eben gefunden.
Bevor sie Fragen stellen kann, ist er weg. Caterina
bringt das Baby in ein Krankenhaus. Sie besucht
es immer wieder und versucht gleichzeitig herauszufinden,
wer die Eltern des Kindes sind. So stößt
sie auf den Wäschereibesitzer Ernesto, weil
das Reinigungsetikett seiner Firma im Pullover steckte,
in den das Baby eingewickelt war. Ernesto zeigt
sich ihr zunächst so unnahbar, wie er immer
ist, doch gleichzeitig wächst auch in ihm der
Verdacht, er könnte tatsächlich der Vater
des Kindes sein. Er hatte ein kurzes Verhältnis
mit Teresa, die vor Monaten bei ihm gearbeitet hat.
Das ungleiche Gespann Ernesto und Caterina macht
sich auf die Suche nach der Mutter - gerade, als
das Kind zur Adoption freigegeben wird. Sie entdecken
dabei Welten jenseits der selbst geschaffenen Mauern
- ein jeder auf seine Weise.
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