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Der altgediente Kommissar Roger Scatti kann nicht
mehr mit ansehen, wie die saturierten Pariser Unterwelt-Bosse
ihm auf der Nase herumtanzen. Scatti beschließt,
das Gesetz selbst in die Hand zu nehmen, und gründet
die militante Geheimloge "Vereinigung republikanischer
Polizisten". Mit diesem Sammelbecken rechtsgerichteter
Gesetzeshüter trifft Scatti den Nerv der Zeit.
Viele von der Bürokratie frustrierte Beamte
warten nur auf den Befehl zum "großen
Reinemachen". In einer blutigen Nacht-und-Nebel-Aktion
exekutieren Scattis Männer die seit Jahren
bekannten Schlüsselfiguren des organisierten
Verbrechens, des Drogenhandels und des illegalen
Glücksspiels. Polizeichef Cazalieres beauftragt
den integeren, aber eigenwilligen Kommissar Eugene
Grindel mit den heiklen Ermittlungen in eigener
Sache. Zu seinen Assistenten zählen der einarmige
Inspektor Pèret sowie Inspektor Lutz, ein
junger Heißsporn, der auf eine kurze und steile
Karriere zurückblickt. Trotz seiner langjährigen
Erfahrung kommt Grindel mit seinen Ermittlungen
keinen Schritt voran. Jeder V-Mann, den er kontaktiert,
wird unmittelbar darauf erschossen. Grindel beginnt
zu erkennen, dass der gesamte Polizeiapparat unterwandert
ist. Die Spur führt zu Scatti, sogar Grindels
Assistent Lutz gehört zu dessen paramilitärischer
Organisation. Als Grindel dank seines speziellen
Charmes von der Chefsekretärin Corinne erfährt,
dass sogar der Polizeichef Cazalieres mit Scatti
unter einer Decke steckt, stellt er den Verschwörern
eine Falle.
Mit dem spannenden Actionfilm "Der Panther
II - Eiskalt wie Feuer" knüpft Alain Delon
als Produzent und Hauptdarsteller an den Erfolg
von "Der Panther" von 1985 an. Als Mitautor
des Buches griff der charismatische Akteur ein in
Frankreich aktuelles Thema auf, wo die Rechtsradikalen
um Le Pen beunruhigende Stimmenzuwächse erzielten
und auch den Polizeiapparat unterwanderten. Bei
den Dreharbeiten verletzte sich der Star an der
Achillessehne, spielte jedoch humpelnd weiter, was
nicht sonderlich störte, da er auch laut Skript
einen Beinschuss abbekommt. Alain Delon feierte
am 8. November 2010 seinen 75. Geburtstag.
Alain Delon wurde nach einer wildbewegten Jugend
und nach einem freiwilligen Einsatz als Fallschirmspringer
im Indochinakrieg von der Schauspielerin Brigitte
Auber entdeckt. Sie nahm ihn 1957 mit nach Cannes,
wo ihm der amerikanische Talentesucher Harry Wilson
einen siebenjährigen Hollywoodvertrag anbot.
Doch der französische Regisseur Yves Allegret
überredete ihn, in seinem Film "Killer
lassen bitten" mitzuspielen. Dank seines guten
Aussehens und seines Charismas wurde Delon schnell
bekannt. Nach "Nur die Sonne war Zeuge"
(1959) machte er in zwei Visconti-Filmen, "Rocco
und seine Brüder" (1960) und "Der
Leopard" (1962), international auf sich aufmerksam.
Das deutsche Publikum sah ihn zum ersten Mal in
der Schnitzler-Verfilmung "Christine"
(1958, deutscher Titel "Liebelei"), hier
ist Romy Schneider seine Partnerin, mit der er fünf
Jahre verlobt war. In den Jahren 1963-1966 agierte
Delon eher unglücklich, er spielte in Mantel-und-Degen-Filmen
und belanglosen amerikanischen und englischen Produktionen.
Das änderte sich wieder mit Jean-Pierre Melvilles
"Der eiskalte Engel" (1967), die Rolle
des Berufskillers Jeff Costello wurde ihm auf den
Leib geschrieben und verschaffte ihm Kultstatus.
Zugleich aber legte sie ihn auf den Gangstertyp
fest, dem er nicht so leicht entkam. Zu den herausragenden
Filmen, die er danach drehte, gehören "Der
Swimmingpool" (1968), "Borsalino"
(1969) und "Der Chef" (1972). Aber nicht
nur seine Filme erregten Aufsehen, er kam auch privat
in die Schlagzeilen, u.a. durch den mysteriösen
Tod seines Leibwächters 1966. Die Untersuchungen
ergaben, dass Delon Kontakt zur Marseiller Unterwelt
hatte.
"Erstaunlicherweise schadete diese Affäre
seinem Image nicht - im Gegenteil, sie festigte
den Eindruck des unnahbaren, geheimnisvollen und
kaltblütigen Superstars, der sich neben Belmondo
zur führenden Leinwandpersönlichkeit Frankreichs
entwickelt hatte", urteilt das Cinema-Starlexikon.
In den 1980er-Jahren führte Delon selbst Regie
und spielte in diversen Actionfilmen. Zu den künstlerisch
anspruchsvollen Filmen in seinem späteren Schaffen
gehörten Volker Schlöndorffs "Eine
Liebe von Swann" (1983) und "Nouvelle
vague" (1989) von Jean-Luc Godard.
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