|
Die 13-jährige Vic hat mit ihrer Freundin momentan
nur einen einzigen Gesprächsstoff - alles dreht
sich für sie um "La Boum". So nennt
man in Frankreich die erste Fete, die Heranwachsende
mitmachen dürfen. Zunächst scheint die
heiß ersehnte Party für Vic eine herbe
Enttäuschung zu werden, aber das ändert
sich schnell.
Allerdings bekommt sie fortan zu spüren, dass
in der Liebe Freud und Leid dicht beieinander wohnen,
zumal in ihrem Alter. Andererseits haben auch ihre
Eltern nach immerhin 15 Jahren Ehe in dieser Hinsicht
noch ihre Probleme. Vater François, seines
Zeichens Zahnarzt, muss sich ein Bein in Gips legen
lassen, um einen Seitensprung vor seiner Frau Françoise
zu kaschieren.
Als die Wahrheit dann doch an den Tag kommt, besteht
Vics Mama, seit kurzem als Cartoon-Zeichnerin erfolgreich,
zumindest vorübergehend auf Trennung von Tisch
und Bett. Papa muss ausziehen und außerdem
noch unter wachsender Eifersucht mit ansehen, wie
seine attraktive Frau sich offenbar anschickt, es
ihm mit gleicher Münze heimzuzahlen. Und das
sogar noch mit einem Lehrer von Vic!
Gott sei Dank gibt es da aber auch noch Vics Urgroßmutter.
Die temperamentvolle alte Dame spielt Harfe und
hält wenig von Konventionen, umso mehr jedoch
von der Liebe. Darum hilft sie Vic tatkräftig
in deren ersten Liebesnöten, während sich
die Eltern mit ihrer Ehekrise herumplagen.
"La Boum - Eltern unerwünscht" war
so erfolgreich, dass Regisseur Claude Pinoteau 1982
eine Fortsetzung drehte. Beide Filme behandeln das
unerschöpfliche Thema Liebe auf allen Lebensstufen
so amüsant und zeitgemäß, dass Jung
und Alt gleichermaßen Spaß daran haben
können. Dazu tragen nicht nur die Sprüche
der Teenager bei, sondern auch die durchweg ungezwungene
Mischung von Situationskomik und realistischer Alltagsschilderung.
Und natürlich waren und sind es bis heute die
Darsteller, die den besonderen Reiz diese Komödie
ausmachen, allen voran Sophie Marceau, die beim
Dreh des ersten Films 13 Jahre alt war. Sie wurde
über Nacht zum Jugendidol. 1983, nach "La
Boum 2", erhielt sie den "César"
als beste Nachwuchsschauspielerin. Ihren internationalen
Durchbruch errang sie dann 1995 in Mel Gibsons Schottenepos
"Braveheart" und 1999 wurde sie in "Die
Welt ist nicht genug" zur Gegenspielerin von
James Bond. 2002 inszenierte sie ihren ersten eigenen
Spielfilm, für den sie auch das Drehbuch schrieb.
In diesem Jahr kam der Polizeithriller "La
Disparue de Deauville" in die französischen
Kinos. Drehbuch, Regie, Hauptrolle: Sophie Marceau.
|