La Boum - Die Fete - Eltern unerwünscht

Französischer Spielfilm von 1980
Regie Claude Pinoteau
Drehbuch Danièle Thompson und Claude Pinoteau
Musik Vladimir Cosma
Kamera Edmond Séchan
Darsteller Françoise Beretton - Brigitte Fossey
François Beretton - Claude Brasseur
Vic Beretton - Sophie Marceau
Poupette, Vics Urgroßmutter - Denise Grey
Étienne - Jean-Michel Dupuis
Vanessa - Dominique Lavanant
Eric Thompson - Bernard Giraudeau
Pénélope Fontanet - Sheila O'Connor
Samantha Fontanet - Alexandra Gonin
Mathieu - Alexandre Sterling
und andere

Die 13-jährige Vic hat mit ihrer Freundin momentan nur einen einzigen Gesprächsstoff - alles dreht sich für sie um "La Boum". So nennt man in Frankreich die erste Fete, die Heranwachsende mitmachen dürfen. Zunächst scheint die heiß ersehnte Party für Vic eine herbe Enttäuschung zu werden, aber das ändert sich schnell.

Allerdings bekommt sie fortan zu spüren, dass in der Liebe Freud und Leid dicht beieinander wohnen, zumal in ihrem Alter. Andererseits haben auch ihre Eltern nach immerhin 15 Jahren Ehe in dieser Hinsicht noch ihre Probleme. Vater François, seines Zeichens Zahnarzt, muss sich ein Bein in Gips legen lassen, um einen Seitensprung vor seiner Frau Françoise zu kaschieren.

Als die Wahrheit dann doch an den Tag kommt, besteht Vics Mama, seit kurzem als Cartoon-Zeichnerin erfolgreich, zumindest vorübergehend auf Trennung von Tisch und Bett. Papa muss ausziehen und außerdem noch unter wachsender Eifersucht mit ansehen, wie seine attraktive Frau sich offenbar anschickt, es ihm mit gleicher Münze heimzuzahlen. Und das sogar noch mit einem Lehrer von Vic!

Gott sei Dank gibt es da aber auch noch Vics Urgroßmutter. Die temperamentvolle alte Dame spielt Harfe und hält wenig von Konventionen, umso mehr jedoch von der Liebe. Darum hilft sie Vic tatkräftig in deren ersten Liebesnöten, während sich die Eltern mit ihrer Ehekrise herumplagen.

"La Boum - Eltern unerwünscht" war so erfolgreich, dass Regisseur Claude Pinoteau 1982 eine Fortsetzung drehte. Beide Filme behandeln das unerschöpfliche Thema Liebe auf allen Lebensstufen so amüsant und zeitgemäß, dass Jung und Alt gleichermaßen Spaß daran haben können. Dazu tragen nicht nur die Sprüche der Teenager bei, sondern auch die durchweg ungezwungene Mischung von Situationskomik und realistischer Alltagsschilderung.

Und natürlich waren und sind es bis heute die Darsteller, die den besonderen Reiz diese Komödie ausmachen, allen voran Sophie Marceau, die beim Dreh des ersten Films 13 Jahre alt war. Sie wurde über Nacht zum Jugendidol. 1983, nach "La Boum 2", erhielt sie den "César" als beste Nachwuchsschauspielerin. Ihren internationalen Durchbruch errang sie dann 1995 in Mel Gibsons Schottenepos "Braveheart" und 1999 wurde sie in "Die Welt ist nicht genug" zur Gegenspielerin von James Bond. 2002 inszenierte sie ihren ersten eigenen Spielfilm, für den sie auch das Drehbuch schrieb. In diesem Jahr kam der Polizeithriller "La Disparue de Deauville" in die französischen Kinos. Drehbuch, Regie, Hauptrolle: Sophie Marceau.
   

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