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Teddy Lemke wohnt als Untermieter bei Fräulein
Biermann. Sie hat ein Auge auf ihn geworfen, aber
das interessiert ihn wenig. Umso mehr ist ihm der
sechsjährige Ulli ans Herz gewachsen, den Fräulein
Biermann in Pflege nahm, als seine Mutter Gerti
nach Amerika ging. Ulli hält Teddy Lemke für
seinen Vater, und tatsächlich könnte er
sich keinen besseren Papa wünschen. Nur an
Ullis Geburtstag wird Herr Lemke etwas ärgerlich,
als er den Jungen in einem Kinderclown-Kostüm
antrifft, das Ulli auf dem Boden gefunden hat. Später
erzählt er ihm, was es damit auf sich hat.
Teddy Lemke hatte einmal einen kleinen Sohn, mit
dem er gemeinsam in einer erfolgreichen Musikclown-Nummer
im Varietee auftrat. Als der Junge starb, gab Lemke
den Artistenberuf auf und eröffnete einen Zauberladen,
mit dem er jetzt sein Geld verdient. Ulli ermutigt
Lemke, sich mit ihm zusammen wieder als Musikclown
zu versuchen. Der Junge hat offensichtlich Talent,
ein neues Engagement winkt. Ausgerechnet in dieser
Situation erfährt Herr Lemke, dass Ullis Mutter
ihren Sohn nach Amerika holen will, wo sie inzwischen
geheiratet hat. Teddy Lemke glaubt die Welt stürze
zusammen. Er sagt Ulli kein Wort von all dem, rafft
seine kleine Barschaft zusammen und flieht mit dem
Jungen Hals über Kopf in seinem alten Artistenwagen
in die Schweiz. Dass er gerade dort Ullis Mutter
und ihrem Mann begegnen soll, ahnt Lemke nicht ...
"Wenn der Vater mit dem Sohne" war ein
großartiger Erfolg für Heinz Rühmann,
der mit diesem Film wieder die Popularität
der Dreißiger- und Vierzigerjahre erreichte.
In der Folgezeit spielte Heinz Rühmann in einer
ganzen Reihe heiter-besinnlicher Filme, in denen
er überwiegend als sanfter und umgänglicher
Familienvater auftrat. Für seine Rolle des
ehemaligen Musikclowns erhielt er von der Internationalen
Artistenloge die "Goldene Artisten-Nadel".
Die Kritik bescheinigte ihm ein ausgeprägtes
Talent zum Clown: "Er ist am stärksten,
wenn die Lausbubenstimmung mit ihm durchgeht und
man nicht weiß, wer mit größerer
Begeisterung Unsinn treibt - der Vater oder der
Sohn".
Bemerkenswert war auch Rühmanns Interpretation
des Schlafliedes "La-le-lu", das durch
ihn zum Evergreen wurde.
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