Wenn der Vater mit dem Sohne

Deutscher Spielfilm von 1955
Regie Hans Quest
Drehbuch Gustav Kampendonk und Eckart Hachfeld
Musik Heino Gaze
Kamera Kurt Schulz
Darsteller Teddy Lemke - Heinz Rühmann
Ulli - Oliver Grimm
Gerti - Waltraut Haas
Roy Bentley - Robert Freitag
Jane Bentley - Sybil Werden
Donald Crossman - Pero Alexander
Peepe - Carl-Heinz Schroth
Fräulein Biermann - Fita Benkhoff
Agent Miller - Herbert Kuiper
Samson - Hans Schwarz jr.
u.a.

Teddy Lemke wohnt als Untermieter bei Fräulein Biermann. Sie hat ein Auge auf ihn geworfen, aber das interessiert ihn wenig. Umso mehr ist ihm der sechsjährige Ulli ans Herz gewachsen, den Fräulein Biermann in Pflege nahm, als seine Mutter Gerti nach Amerika ging. Ulli hält Teddy Lemke für seinen Vater, und tatsächlich könnte er sich keinen besseren Papa wünschen. Nur an Ullis Geburtstag wird Herr Lemke etwas ärgerlich, als er den Jungen in einem Kinderclown-Kostüm antrifft, das Ulli auf dem Boden gefunden hat. Später erzählt er ihm, was es damit auf sich hat. Teddy Lemke hatte einmal einen kleinen Sohn, mit dem er gemeinsam in einer erfolgreichen Musikclown-Nummer im Varietee auftrat. Als der Junge starb, gab Lemke den Artistenberuf auf und eröffnete einen Zauberladen, mit dem er jetzt sein Geld verdient. Ulli ermutigt Lemke, sich mit ihm zusammen wieder als Musikclown zu versuchen. Der Junge hat offensichtlich Talent, ein neues Engagement winkt. Ausgerechnet in dieser Situation erfährt Herr Lemke, dass Ullis Mutter ihren Sohn nach Amerika holen will, wo sie inzwischen geheiratet hat. Teddy Lemke glaubt die Welt stürze zusammen. Er sagt Ulli kein Wort von all dem, rafft seine kleine Barschaft zusammen und flieht mit dem Jungen Hals über Kopf in seinem alten Artistenwagen in die Schweiz. Dass er gerade dort Ullis Mutter und ihrem Mann begegnen soll, ahnt Lemke nicht ...

"Wenn der Vater mit dem Sohne" war ein großartiger Erfolg für Heinz Rühmann, der mit diesem Film wieder die Popularität der Dreißiger- und Vierzigerjahre erreichte. In der Folgezeit spielte Heinz Rühmann in einer ganzen Reihe heiter-besinnlicher Filme, in denen er überwiegend als sanfter und umgänglicher Familienvater auftrat. Für seine Rolle des ehemaligen Musikclowns erhielt er von der Internationalen Artistenloge die "Goldene Artisten-Nadel". Die Kritik bescheinigte ihm ein ausgeprägtes Talent zum Clown: "Er ist am stärksten, wenn die Lausbubenstimmung mit ihm durchgeht und man nicht weiß, wer mit größerer Begeisterung Unsinn treibt - der Vater oder der Sohn".

Bemerkenswert war auch Rühmanns Interpretation des Schlafliedes "La-le-lu", das durch ihn zum Evergreen wurde.
   

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