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Der 75-jährige Giuseppe De Metrio verbringt
seinen Lebensabend bei seiner Familie, seinen beiden
Kindern Lucia und Roberto, nachdem er 30 Jahre in
der Schweiz gelebt und gearbeitet hat. Giuseppe
kümmert sich rührend um seine siebenjährige
Enkelin Carla, die erblindet ist. An Carla versucht
er gutzumachen, was er bei seinen eigenen Kindern
versäumt hat, die meist ohne ihren Vater auskommen
mussten. Ein Herzanfall macht Giuseppe bewusst,
dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt, um für
Carla die rettende, aber teure Augenoperation machen
zu lassen.
Kurzentschlossen reist er mit der kleinen Carla
in die Schweiz, um von seinem ehemaligen Arbeitgeber
das nötige Geld für eine Operation zu
erbitten. Doch zunächst warten nur Enttäuschungen
auf Giuseppe. Die Schweiz hat sich verändert,
denn es ist dort hektisch und kalt geworden. Gaston
Broyer, der einst durch ein von Giuseppe entwickeltes
Patent reich geworden war, lebt geistig verwirrt
in einem Sanatorium, sein Unternehmen ist bankrott.
Von diesem Mann ist keine Hilfe mehr zu erwarten.
Die Reise wird für den alten Mann zu einer
Konfrontation mit der eigenen tief vergrabenen Vergangenheit,
in der auch Elizabeth Broyer, die Frau seines Arbeitgebers
und deren Sohn Pascal eine Rolle spielten.
Der mit dem Schweizer Filmpreis 2000 ausgezeichnete
"Azzurro" ist ein liebenswertes Drama
vom alten Mann und dem kleinen Kind unterwegs in
einem fremden Land. "Denis Rabaglia schuf ein
Filmmärchen mit ausgeprägtem Sozialtouch,
das seine sentimentale Note selbstbewusst herausstellt
und die Würde des Menschen in den Mittelpunkt
rückt. Lakonischer Witz und ein tiefer Glaube
an die Menschlichkeit kennzeichnen den von einem
überragenden Hauptdarsteller getragenen Film"
(Lexikon des Internationalen Films).
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