Musketier mit Hieb und Stich

Französisch-italienisch-rumänischer Spielfilm von 1970
Regie Jean-Paul Rappeneau
Drehbuch Jean-Paul Rappeneau, Claude Sautet und Maurice Clavel
Musik Michel Legrand
Kamera Claude Renoir
Darsteller Nicolas Philibert - Jean-Paul Belmondo
Charlotte - Marlène Jobert
Pauline de Guerande - Laura Antonelli
Der Prinz - Michel Auclair
Marquis de Geron - Sami Frey
Gosselin - Pierre Brasseur
Der Passagier - Charles Denner
Der Rekrut - Patrick Dewaere
Der Handelsvertreter - Julien Guiomar
Simon - Georges Beller
und andere

Einige Jahre vor Ausbruch der Französischen Revolution kommt der junge Franzose Nicolas Philibert als blinder Passagier nach Amerika. Er hat aus seiner Heimat fliehen müssen, weil er im Duell einen Adeligen getötet hat. In der neuen Welt bringt es Nicolas rasch zu Ansehen und Vermögen. Als er eine reiche Erbin heiraten will, macht ein neidischer Nebenbuhler ihm einen Strich durch die Rechnung: Er hat herausgefunden, dass Nicolas in Frankreich schon verheiratet ist. Da er nicht bereit ist, auf Braut und Mitgift zu verzichten, reist der junge Mann daraufhin nach Frankreich, wo die Revolution inzwischen die Monarchie weggefegt hat. Ein neues Gesetz der Republik erlaubt die Ehescheidung; davon will Nicolas profitieren.

In seiner Heimatstadt Nantes erlebt Nicolas einige Überraschungen mit den Revolutionären und entkommt nur um Haaresbreite der Guillotine. Seine Frau Charlotte, die von jeher eine Schwäche für adelige Herren hatte, findet er im Hauptquartier der Royalisten. Dort rivalisieren ein Prinz und ein leidenschaftlicher Marquis um sie.

Auch Nicolas ist von ihren Reizen sichtlich beeindruckt; dennoch kommt es nach weiteren haarsträubenden Abenteuern zu einer turbulenten Scheidung. Der Prinz will Charlotte ins preußische Exil entführen, aber das passt Nicolas gar nicht. Nach einer aufregenden Verfolgung findet man an den Ufern des Rheins im Schlachtenlärm wieder zusammen.

Jean-Paul Rappeneau hat diese turbulente Komödie mit viel Sinn für Gags und wirbelnde Aktionen in der Tradition von "Fanfan, der Husar" inszeniert. Jean-Paul Belmondo bekommt reichlich Gelegenheit, sich mit Fäusten, Knüppeln oder Degen ausgiebig zu duellieren. Die Historie wird zur abenteuerlichen Komödie, die sich über verbiesterte Revolutionäre und vertrottelte Royalisten gleichermaßen lustig macht.
   

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