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Palästina, im Jahre 63 v. Chr. - Mit der Eroberung
Jerusalems beginnt eine bittere Zeit für das
jüdische Volk. Der römische Kaiser macht
Herodes zum König der Juden. In seine Regierungszeit
fällt die Geburt Jesu. Herodes befiehlt den
schrecklichen Kindermord, vor dem Josef und Maria
mit dem Kind Jesus nach Ägypten fliehen. Als
sie nach Galiläa zurückkehren, herrscht
Herodes Antipas, römischer Prokurator ist Pontius
Pilatus. Immer öfter hören die beiden
von einem Mann namens Jesus, der mit einer Schar
von Jüngern im Lande umherzieht, hilft, heilt
und eine Botschaft der Liebe verkündet. Johannes
hat ihn getauft, bevor Herodes Antipas diesen Bußprediger
auf Betreiben Salomes enthaupten ließ. Als
Jesus in Jerusalem einzieht, wagt der jüdische
Freiheitskämpfer Barabas mit seinen Rebellen
einen neuen Aufstand. Er wird blutig niedergeschlagen.
Judas will Jesus zwingen, Judäa vom römischen
Joch zu befreien und verrät ihn. Jesus wird
festgenommen. Das Volk entscheidet sich für
Barabas, als Pilatus einen von beiden freigeben
will. Jesus stirbt am Kreuz. Von den Toten auferstanden,
erscheint er Maria Magdalena und gebietet dann den
Jüngern, allen Völkern das Evangelium
zu predigen.
Die Aufnahmen dieses eindrucksvollen Monumentalfilms
(20.000 Komparsen, davon allein 7.000 für die
szenische Darstellung der Bergpredigt) fanden in
Spanien statt. Regisseur Nicholas Ray bediente sich
auf den verschiedenen Ebenen des Films unterschiedlicher
Stilmittel: vom Passionsspiel bis zu Elementen des
russischen Revolutionsfilms. Seinen Ruf als einer
der eigenwilligsten amerikanischen Regisseure, der
als "Rebell gegen Hollywood" eine Vaterfigur
des Autorenkinos wurde, hat Ray allerdings mit anderen
Filmen ("Johnny Guitar", "Denn Sie
wissen nicht, was sie tun") begründet.
Er starb 1979 im Alter von 67 Jahren.
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