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Washington, USA. Der smarte, konservative Senator
Jasper Irving gewährt der linksliberalen Journalistin
Janine Roth ein Exklusivinterview in seinem Büro.
Hinter diesem ungewöhnlich erscheinenden Schritt
steckt allerdings eine Strategie: Irving, potenzieller
Präsidentschaftskandidat seiner Partei, will
der regierungskritischen Reporterin seinen militärischen
Plan für Afghanistan schmackhaft machen, sie
letztlich auf seine PR-Seite ziehen - und verursacht
damit bei der erfahrenen politischen Analystin einen
tiefen Gewissenskonflikt. Roth ahnt nicht, dass
zur gleichen Zeit zwei junge Soldaten im Rahmen
genau dieser Militäraktion in Afghanistan hinter
feindliche Linien geraten.
Die vielversprechenden Studenten Arian Finch und
Ernest Rodriguez hatten sich trotz bester Karriereaussichten
freiwillig zur Army gemeldet, weil der idealistische
Uni-Professor Dr. Stephen Malley seine Studenten
gedrängt hatte, etwas "Wichtiges"
mit ihrem Leben anzufangen. Nun werden die beiden
Freunde auf einem verschneiten Bergplateau am Hindukusch
von feindlichen Kämpfern belagert. Vergeblich
versuchen ihre Kameraden, sie aus der Schusslinie
zu holen. Ein Drama anderer Art spielt sich derweil
in Professor Malleys Büro ab: Er verwickelt
den sehr talentierten, aber politikverdrossenen
Studenten Todd Hayes (Andrew Garfield) in eine Diskussion
über Ideale und politisches Engagement - und
wird mit der Resignation einer jungen Generation
konfrontiert, die das Gefühl hat, an bestehenden
Machtverhältnissen sowieso nichts ändern
zu können.
Robert Redford war schon immer politisch engagiert
- bei "Von Löwen und Lämmern"
nun gleich dreifach. Als Produzent, Regisseur und
Hauptdarsteller realisierte er den mit Stars besetzten
Film, der sich auf gleichermaßen intelligente
wie spannende Weise mit der politischen Stimmung
in den USA und der Kriegspolitik der Bush-Regierung
auseinandersetzt. Das Drehbuch stammt von Matthew
Michael Carnahan, der auch den Actioner "Operation:
Kingdom" schrieb. "Von Löwen und
Lämmern" hingegen ist ein dialogreiches
Kammerspiel und spürbar leidenschaftliches
Plädoyer gegen das Desinteresse der Jugend,
die Kritiklosigkeit der Massenmedien und politische
Heuchelei. Neben den sehr dichten, mit Informationen,
Verweisen und Meinungen gespickten Dialogen lebt
das Politdrama nicht zuletzt von seinem herausragenden
Darsteller-Ensemble: Neben Redford selbst sind in
den Hauptrollen die zweifache Oscar-Preisträgerin
Meryl Streep, Nachwuchsstar Eddie Dunford und Superstar
Tom Cruise zu sehen, der in der Rolle des smarten
Polit-Profis einmal mehr beweist, dass er auch als
Charakterdarsteller zu überzeugen versteht.
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