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Im Jahre 1948 kommt der junge amerikanische Schriftsteller
Holly Martins nach Wien, das unter Viermächtekontrolle
steht. Er will in der geteilten Stadt seinen alten
Freund Harry Lime suchen, von dem er seit Monaten
nichts mehr gehört hat. Bei seiner Ankunft
erfährt er, Harry sei Opfer eines Unfalls geworden
und werde heute beigesetzt. Auf dem Friedhof trifft
Martins Harrys Freundin Anna und Calloway, den Chef
der britischen Militärpolizei in Wien. Calloway
versucht, ihn über Harry Lime auszuhorchen
und deutet an, dieser sei in sehr unsaubere Geschäfte
verwickelt gewesen. Martins glaubt das nicht. Er
entschließt sich, in Wien zu bleiben, um Harrys
rätselhaften Tod aufzuklären und den Freund
zu rehabilitieren. Der Portier des Hauses, in dem
Harry wohnte, schildert ihm den Unfallhergang. Harry
sei hinterher von zwei Freunden und einem unbekannten
dritten Mann an den Straßenrand getragen worden.
Diesen dritten Mann möchte Martins unbedingt
finden, da er sich von ihm entscheidende Auskünfte
erhofft. Er riskiert viel damit. Am Ende seiner
Nachforschungen steht nach dramatischen Ereignissen
die bittere Einsicht, dass er seine Freundschaft
einem Unwürdigen geschenkt hat ...
Carol Reeds atmosphärisch faszinierende Inszenierung
dieses Graham-Greene-Stoffs machte den "Dritten
Mann" zu einem Welterfolg. Vor dem nächtlichen
Dunkel labyrinthischer Stadtlandschaften - die Handlung
gipfelt in der dramatischen Jagd auf Harry Lime
im Kanalisationsnetz - entfaltet der Film ein vielfältiges
gebrochenes Spiegelbild menschlicher Existenz. Orson
Welles wurde als Darsteller des Harry Lime in Deutschland
populärer als beispielsweise durch seinen großartigen
"Citizen Cane". Auch die Musik von Anton
Karas, deren makabre Zitherklänge den dämonischen
Charme des geteilten Wiens effektvoll unterstreichen,
war seinerzeit ein Welterfolg.
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