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Baronin Alvilda von Ravenstein hat ihren einzigen
Sohn, den begeisterten Rennfahrer Jørgen
von Ravenstein, durch einen Unfall verloren. Nun
sitzt die eigenwillige Dame noch einsamer auf ihrem
Schloss und muss befürchten, dass das ausstehende
Erbe an die ungeliebten Verwandten Clarissa Rabenfeldt
und ihren Sohn Henning, den Verwalter des Schlosses,
fällt. Doch dann überrascht sie Anwalt
Berg mit einem Brief, den er in den Papieren ihres
Sohnes gefunden hat: Baron Jørgen von Ravenstein
hat ein uneheliches Kind von einer "Bürgerlichen".
Rechtsanwalt Berg wird mit der Suche nach Mutter
und Kind beauftragt. Ganz in der Nähe findet
Berg die Tankstelle und Autowerkstatt von Lars Tofte
und dessen Kompagnon Hans Høy. Lars bestätigt,
dass seine Schwester Helene vor vielen Jahren gestorben
ist und er, gemeinsam mit Hans, ihre Tochter Anne
großgezogen hat. Ihrer Umgebung entsprechend,
ist die mittlerweile 20-jährige Anne zu einem
burschikosen Mädchen herangewachsen, das Autos
liebt, fährt und sogar reparieren kann.
Am nächsten Tag wird Anne aufs Schloss geladen.
Schon bald muss die Baronin feststellen, dass das
Mädchen alles andere als eine wohlerzogene
Baronesse ist: eigenwillig wie die Großmutter
und autobegeistert wie Vater Jørgen.
Anne ist wenig erfreut über die neue Verwandtschaft:
Sie will keine "Erbin" sein. Andererseits
tut ihr die alte Dame Leid und so schickt sie sich
in ihre neue Rolle und "studiert auf Dame".
Während ihr Henning Rabenfeldt, dem Anne aufrichtig
gefällt, den Hof macht, versucht seine Mutter
vollendete Tatsachen zu schaffen: Sie stiehlt Jørgens
Brief und verbrennt ihn. Als Anne ihren 21. Geburtstag
feiert, macht ihr Henning ein ganz besonderes Geschenk:
einen Heiratsantrag. Die Baronin will von einer
solchen Verlobung nichts wissen, es kommt zum Eklat.
Nun hat Anne endgültig die Nase voll, sie will
zurück zu Lars und Hans. Doch unerwartet springt
Baronin Alvilda von Ravenstein über ihren Schatten
und bittet Anne auf dem Schloss zu bleiben. Der
Hochzeit mit Henning steht nun nichts mehr im Wege
- und trotzdem kommt alles ganz anders.
Die "sympathische Komödie mit märchenhaften
Zügen" (Lexikon des Internationalen Films)
gehört zu den schönsten und unterhaltsamsten
Filmen des dänischen Kinos. Das ist vor allem
der Leistung des bemerkenswerten Darstellerensembles
zu verdanken, allen voran Ghita Nørby (geb.
1935). Nørby , damals am Anfang ihrer Karriere,
wurde bald zum führenden weiblichen Star Dänemarks.
Spielte sie in den Fünfziger- und Sechzigerjahren
vor allem in Komödien (unter anderem in "Die
Olsenbande in der Klemme"), so verkörpert
sie seit den Siebzigerjahren überwiegend ausdrucksstarke
Charaktere. In weiteren Rollen glänzen Ove
Sprogøe (1919-2004), hierzulande als Egon
Olsen bekannt, Dirch Passer (1926-1980), der bis
zu seinem frühen Tod im Jahr 1980 in mehr als
100 Kino- und Fernsehfilmen mitwirkte und nicht
zuletzt Maria Garland (1889-1967), die 1923 ihr
Debüt mit "Pat und Patachon" hatte.
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