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Dänemark um die Jahrhundertwende. Der Großgrundbesitzer
Nils Uldahl-Ege herrscht despotisch über seine
Familie. Sein Jähzorn hat ihm überall
Feinde gemacht, seine Verschwendungssucht droht
alles zunichte zu machen, was seine Vorfahren aufgebaut
haben. Seine Frau Line hat längst aufgegeben
und sich in ihre eigene Welt zurückgezogen.
Unfähig zur Reaktion sieht sie schweigend zu,
wie ihr Mann die Kinder zu seelischen Krüppeln
macht.
Nur die jüngste Tochter, die 17-jährige
Clara, scheint die innere Kraft zu haben, eine eigene
Persönlichkeit zu entwickeln. Sie ist leidenschaftlich
in ihren Vetter, den Familienanwalt Isidor Seeman,
verliebt. Doch es ist eine heimliche, eine verbotene
Liebe. Denn Seeman ist verheiratet, kann und will
auf seine Familie nicht verzichten. Als Nils Uldahl-Ege
seine Frau zwingen will, seine Geliebte offiziell
zum Weihnachtsfest einzuladen, kommt es zum offenen
Konflikt zwischen Vater und Tochter: ein Konflikt,
der tragische Folgen hat ...
Entstanden nach einem Roman von Gustav Wied, erzählt
"Schwarze Ernte" die dramatische Geschichte
einer Familie aus dem dänischen Landadel um
die Jahrhundertwende. Aus der Perspektive der 17-jährigen
Tochter Clara schildert Regisseur Anders Refn die
inneren und äußeren Vorgänge, die
zur Zerstörung einer Familie führen. Anders
Refn gehört zu den renommiertesten Filmemachern
Dänemarks.
Bevor er 1976 seinen ersten Spielfilm drehte ("Stromer"/Der
Polizist), hat er als Cutter und Regieassistent
an mehr als dreißig Spielfilmen und Dokumentationen
mitgearbeitet. Auch sein zweiter, ein Jahr später
gedrehter, Spielfilm ("Slaegten"/Der Baron)
setzte internationale Achtungszeichen. Mit dem Artistendrama
"Die fliegenden Teufel" wurde er auch
in Deutschland einem breiten Publikum bekannt. Sofie
Grabol (geb. 1968), Darstellerin der Clara, gilt
heute unbestritten als größtes dänisches
Nachwuchstalent seit Asta Nielsen und Anna Karina.
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