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Wenn man die Chance bekommt, sich seinen Lebenstraum
zu erfüllen, darf man nicht lange zögern
und muss die Gelegenheit beim Schopfe packen. So
ähnlich sieht es die idealistische Hebamme
Irene Lieblich. Ihr großer Traum ist es, ein
eigenes Geburtshaus zu eröffnen. Den perfekten
Platz für ihr Vorhaben hat sie schon gefunden:
ein wunderschön gelegenes Grundstück am
Rand einer malerischen bayerischen Kleinstadt. Eigentlich
scheint das Ganze eine sichere Sache - der Antrag
liegt beim örtlichen Gemeinderat, die Baufinanzierung
ist dank eines unerwarteten Erbes gesichert und
ein kleines Reihenhaus hat Irene für sich und
ihre neunjährige Tochter Katja auch schon gemietet.
Dann aber taucht zu Irenes Entsetzen noch ein anderer
Interessent für das Grundstück auf: der
Bestattungsunternehmer Siegfried Schroff. Er möchte
sich in der ländlichen Idylle ebenfalls einen
Traum erfüllen, die Eröffnung eines privaten
Friedhofs. Und wie das mit Lebensträumen so
ist, will keiner der Kontrahenten nachgeben oder
einen Kompromiss eingehen - der große Krach
ist vorprogrammiert. Während Siegfried auf
die Fürsprache seines Bruders Hagen, evangelischer
Pfarrer und Mitglied des Gemeinderats, hofft, bekommt
Irene von ihrer besten Freundin moralische Unterstützung.
Und als wäre dieser Konkurrenzkampf nicht schon
ärgerlich genug, werden Siegfried und Irene
durch Zufall neue Reihenhaus-Nachbarn.
Nur Irenes Tochter Katja lässt sich von den
Reibereien der Erwachsenen nicht beeindrucken. Sehr
schnell schließt das Mädchen Siegfrieds
geliebte Dackelhündin Paula ins Herz. Diese
"Friedensvermittlung" zeigt Wirkung. Siegfried,
der seit seiner schmerzvollen Scheidung der Damenwelt
misstrauisch gegenübersteht, entwickelt ein
heimliches Interesse an der selbstbewussten Irene.
Die wiederum muss feststellen, dass der schroffe
Nachbar durchaus charmante Seiten hat. So scheint
sich zwischen den beiden allmählich eine zaghafte
Verliebtheit anzubahnen - was freilich keiner von
ihnen zugeben würde. Doch die Harmonie ist
ohnehin nur von kurzer Dauer. Als Siegfried eines
Abends Irene in Gesellschaft von Hagen beobachtet,
ist er überzeugt, dass sie seinen Bruder im
Streit um das Grundstück auf ihre Seite ziehen
will. Was weder Siegfried noch Irene ahnen: Der
gewitzte Gottesmann hat bereits einen ganz anderen
Plan geschmiedet, um die beiden verliebten Streithähne
endlich zur Vernunft zu bringen.
Die alte Weisheit, dass Gegensätze sich anziehen,
wird in der Familienkomödie "Mein Nachbar,
sein Dackel & ich" auf äußerst
amüsante Weise bestätigt: Günther
Maria Halmer spielt den Bestatter mit dem vielsagenden
Namen Schroff und Ann-Kathrin Kramer schlüpft
in die Rolle der Hebamme mit dem Namen Irene Lieblich.
Zwei Charaktere, die unterschiedlicher kaum sein
könnten - die aber nach allerlei Widrigkeiten
am Ende doch zueinanderfinden. Zum glänzend
aufgelegten Ensemble des Films gehören außerdem
August Schmölzer und Karin Thaler.
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