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Seit einer gefühlten Ewigkeit wird Jil Grüngras
von ihrem Familienclan mit der Frage belagert, wann
sie sich denn endlich einen passenden Mann suchen
will. Nicht nur ihr verwitweter Vater Benno, sondern
auch der Rest ihrer herrlich "meschuggen"
jüdischen Familie würde sie gerne unter
die Haube bringen. Immerhin ist Jil schon Anfang
30, sieht gut aus und steht als erfolgreiche Steuerberaterin
mit beiden Beinen fest im Leben.
Eines Tages lernt sie bei einem Beinahe-Unfall den
sympathischen Marc Norderstedt kennen - und plötzlich
hängt für die romantisch veranlagte Karrierefrau
der Himmel über Berlin voller Geigen: Marc,
Landschaftsarchitekt von Beruf, ist ein echter Traumtyp,
sensibel, gutaussehend, charmant. Dummerweise hat
er einen kleinen "Schönheitsfehler":
Er ist kein Jude. Und Jil weiß genau, dass
ihre traditionsbewusste Familie niemals einen "Goi",
einen Nichtjuden, akzeptieren würde. Da hilft
nur eines: Marc muss sich als Jude ausgeben. Von
Jils bester Freundin, der chassidischen Lesbe Zippi,
bekommt der leicht irritierte Marc einen Crashkurs
in Sachen jüdische Traditionen - und kann so
als "Marc Rosenzweig" während der
Sabbat-Feier bei versammelter Familie jede Menge
Punkte sammeln. Sowohl Jils Vater als auch ihr Großvater
Mosche, ihr Cousin Patrick, ihre Tante Sarah und
Onkel David schließen den jungen Mann sofort
ins Herz.
Weniger fröhlich verläuft kurz darauf
ein Essen bei Marcs Eltern Frederike und Ludwig.
Völlig überraschend wird Jil dort mit
Vorurteilen und einer aus Unsicherheit geborenen
Befangenheit konfrontiert. Trotzdem will das Liebespaar
nicht einfach aufgeben. Beide sind bereit, für
ihre Gefühle und gegen die Engstirnigkeit ihrer
Umwelt zu kämpfen. Bei der anstehenden Bar-Mizwa-Feier
ihres Großcousins Ruven, zu der auch Marcs
Eltern eingeladen sind, will Jil der Familie die
Wahrheit sagen. Unglücklicherweise kommt der
kleine Ruven ihr zuvor und deckt den Schwindel vor
allen auf - die Feier endet in einem Eklat. Nun
muss Jil sich entscheiden, ob sie der Tradition
gehorchen oder ihrem Herzen folgen will.
Mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Chuzpe
erzählt Regisseur Dirk Regel eine anrührende,
interkulturelle Lovestory. Natalia Avelon und Johannes
Zirner erobern dabei als romantisches Paar nicht
nur die Herzen ihrer (Film-) Familien. Nicht zuletzt
handelt "So ein Schlamassel" von jüdischem
Leben in Deutschland und den kulturellen Vorbehalten
zwischen deutschen Juden und deutschen Nichtjuden.
Zum prominenten Ensemble gehören Michael Mendl,
Marianne Sägebrecht, Gudrun Landgrebe, August
Zirner, Gedeon Burkhard und Rolf Hoppe.
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