Almenrausch und Edelweiß

Spielfilm Österreich 1957
Regie Harald Reinl
Drehbuch Ilse Lotz-Dupont, Franz Marischka und Tibor Yost
Musik Nils Nobach
Kamera Walter Riml
Darsteller Leo Amadeus Schulze, Kammerdiener - Theo Lingen
Maresi Meier - Karin Dor
Ilonka Ferency - Elma Karlowa
Robert Teichmann - Bert Fortell
Max Lachner - Harald Juhnke
Ferdinand Meyer, Generaldirektor - Paul Westermeier
Friedl Meier - Maria Andergast
Förster Fenninger - Joseph Egger
Hotelportier Xandl - Theodor Danegger
Masseur - Ady Berber
u.a.

Es singt: Das Hansen-Quartett


Alles beginnt mit einer harmlosen Erbschafts-Benachrichtigung: Friedl Meier, Besitzerin des Berggasthofes "Edelweiß", soll den stattlichen Dollarbetrag von 23.000 Dollar erben. Eigentlich eine erfreuliche Sache, aber dummerweise ist die Erbschaftsurkunde auf den Namen Meyer mit "y" ausgestellt, den Nachnamen ihres einstigen Bräutigams Ferdinand, Vater ihrer Tochter Maresi, den die junge Frau nie kennengelernt hat. Von ihrer Tochter zur Rede gestellt, muss Friedl ihr gestehen, dass sie nie mit Ferdinand verheiratet war. Er hatte seinerzeit die Hochzeit verschlafen, worauf Friedl sich im Streit von ihm getrennt hatte. Von diesem Moment an hat Maresi nur noch ein Ziel: Ihren Vater aufzusuchen und ihre Eltern 19 Jahre nach dem missglückten ersten Versuch doch noch vor den Traualtar zu bekommen.

Wie der Zufall es will, verbringt Ferdinand seinen Urlaub angeblich im nahegelegenen Hotel "Almenrausch". Bei dem Versuch, ihn zur Rede zu stellen, trifft Maresi jedoch nur auf dessen schelmischen Kammerdiener Leo, der sich überall als Verlagsdirektor Meyer ausgibt, um der schönen Sängerin Ilonka zu imponieren. Der echte Meyer quartiert sich unterdessen in seiner eigenen Jagdhütte inkognito als unbedarfter Feriengast Herr Schwan bei den beiden mittellosen Möchtegern-Reportern Max und Robert ein. Während Maresi ihren vermeintlichen Vater für einen ausgemachten Schürzenjäger hält, verliebt Robert sich in sie - glaubt aber, Maresi habe ein Auge auf den viel älteren Leo geworfen, da sie diesem auf Schritt und Tritt folgt. So nehmen immer neue Verwicklungen und Missverständnisse ihren Lauf, bis die amourösen und familiären Fäden endlich entwirrt und die richtigen Paare zusammengeführt sind.

Harald Reinl ist den meisten Kinofreunden vor allem als Regisseur der "Winnetou"-Trilogie sowie mehrerer Jerry-Cotton-Abenteuer ein Begriff. Tatsächlich aber hatte er sich zwischen Ende der 1930er- und Mitte der 1950er-Jahre vor allem als Autor und Regisseur gefühlvoller Melodramen und Heimatfilme einen Namen gemacht. Zu seinen schönsten Arbeiten dieser Schaffensphase zählt "Almenrausch und Edelweiß", in dem er die romantischen Rahmenhandlung durch musikalische Einlagen und jede Menge Humor aufpeppt. Neben Theo Lingen, Karin Dor und Bert Fortell gehören Harald Juhnke und Maria Andergast zum bestens aufgelegten Ensemble des Films.
   

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