Der Klosterjäger

Deutscher Spielfilm von 1953
Regie Harald Reinl
Drehbuch Peter Ostermayr, nach dem gleichnamigen Roman von Ludwig Ganghofer
Musik Bernhard Eichhorn
Kamera Franz Koch
Darsteller Haymo, der Klosterjäger - Erich Auer
Gittli - Marianne Koch
Propst Heinrich - Paul Hartmann
Graf Dietwald - Paul Richter
Klostervogt Anselmus Schluttemann - Karl Skraup
Cäcilia Schluttemann - Margarete Haagen
Frater Severin - Joe Stöckel
Wolfrat Polzer - Kurt Heintel
Eggebauer - Willy Rösner
Bader - Rudolf Vogel
und andere

Im mittelalterlichen Berchtesgadener Land: Der Klosterjäger Haymo, der im Dienst von Propst Heinrich Wald und Wild hütet, hört auf einem seiner Streifzüge die Hilferufe eines Mädchens. Er entdeckt die schöne Gittli an einer steilen Felswand und kann sie retten. Gittli war auf der Suche nach Almrosen, mit denen sie den Klostervogt Anselmus Schluttemann für ihre Bitten gnädig stimmen wollte. Haymo pflückt für sie die Blumen und die beiden verlieben sich inniglich.

Doch trotz der Almrosen hat Gittli wenig später beim Vogt kein Glück. Sie bittet ihn, die Lehnszinszahlung für ihren verarmten Bruder Wolfrat auszusetzen, zumal dessen Tochter Vronerl sterbenskrank ist. Doch der hartherzige Klostervogt hat kein Erbarmen. Stattdessen redet der Bader Wolfrat ein, dass das "Schweißblut" eines Steinbocks seine Tochter retten könnte. Auch der Eggebauer, bei dem Wolfrat Schulden hat, erhofft sich vom Steinbockherzen Heilung für seine kranke Frau. Und so kann der Eggebauer Wolfrat überreden, im Gebiet des Propstes zu wildern und einen Steinbock zu schießen. Doch dabei überrascht den Wilddieb der Klosterjäger Haymo. In seiner Angst sticht ihn Wolfrat mit dem Messer nieder. Doch als Wolfrat nach Hause zurückkehrt, nutzt ihm das "Schweißblut" nichts mehr - das Vronerl ist in der Zwischenzeit gestorben. Doch Gittli ahnt, was vorgefallen ist und rettet nun ihrerseits Haymo. Sie pflegt den Schwerverletzten, der den Wilddieb nicht verrät. Doch weiteres Unheil für die Liebenden zieht auf: Graf Dietwald, bei Propst Heinrich zu Besuch, entdeckt bei Gittli große Ähnlichkeit mit seiner Frau. Seine Vermutung, sie könnte sein leibliches Kind sein, wird wenig später durch Wolfrat bestätigt. Nun will der Graf seinem Kind, aufgewachsen in Armut, klösterliche standesgemäße Erziehung angedeihen lassen. Doch Gittli flüchtet aus dem Kloster.

Harald Reinl inszenierte seinen anrührenden Heimat- und Liebesfilm "Der Klosterjäger" nach dem gleichnamigen Roman von Ludwig Ganghofer. Das Buch wurde damit ein drittes Mal verfilmt, die erste Fassung schuf Franz Osten 1920 als Stummfilm, die zweite entstand 1935 unter der Regie von Max Obal mit Paul Richter und Charlotte Radspieler in den Hauptrollen.
   

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