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Der alte Graf Egge Sennefeld kennt nur eine Leidenschaft:
die Jagd. Seiner Familie gegenüber verhält
er sich herrisch und halsstarrig. Schwere Konflikte
bestimmen das Leben auf Schloss Hubertus: Sennefelds
Frau hat ihn längst verlassen, und auch seinen
Kindern - dem liberalen Juristen Tassilo, dem leichtfertigen,
spielsüchtigen Leutnant Robert, dem verträumten
Willy und der jungen Kitty - hat er sich zunehmend
entfremdet. Graf Egge kann nicht anerkennen, dass
die Zeiten sich ändern. Selbst der Tod des
jungen Willy lässt die gräfliche Familie
nicht zusammenrücken.
Im Gegenteil: Der älteste Sohn Tassilo sagt
sich endgültig vom Vater los, da er dessen
Sturheit nicht mehr ertragen kann. Er heiratet "unstandesgemäß"
die Sängerin Anna. Robert ist längst unrettbar
seiner Spielsucht verfallen, und auch Kitty, die
jüngste, versteht den Vater nicht mehr. Seine
Verbohrtheit hat Graf Egge auch seine Menschenkenntnis
gekostet. So hört er auf die raffinierten Verleumdungen
seines Jagdangestellten Schipper, dem er sein ganzes
Vertrauen schenkt, und entlässt grundlos seinen
treuesten Jäger, den jungen Franz Hornegger.
Weder der verblendete Graf noch Franz ahnen, welch
finsterer, ja mörderischer Charakter sich hinter
der freundlichen Fassade von Schipper verbirgt.
Von seiner Familie verlassen, von seinem besten
Jäger scheinbar verraten, flüchtet sich
Egge verbittert in seine Passion. Doch beim riskanten
Versuch, einen Adlerhorst auszuplündern, geschieht
ein tragisches Unglück. Durch ätzenden
Adlermist erblindet und von dem Greifvogel schwer
verletzt, erkennt der Graf erst auf dem Sterbebett
seine Fehler.
"Schloss Hubertus" ist Ludwig Ganghofers
erfolgreichster Roman. Er bezieht seinen Reiz aus
einer geschickten Kombination von Dramatik, Folklore,
Gebirgsromantik und Liebe. Dreimal wurde er bereits
verfilmt. Harald Reinl versammelte für seinen
Film prominente Darsteller jener Jahre wie Carl
Lange, Karlheinz Böhm, Klaus Löwitsch
und Robert Hoffmann.
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