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Hella Lindau arbeitet im Untergrund gegen das Nazi-Regime.
Gemeinsam mit ihrem Verlobten Hermann Reimers schmuggelt
sie Geld, Lebensmittel und Landkarten. Bei einer
der Aktionen wird sie verraten und festgenommen.
Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" verurteilt
man sie zu zehn Jahren Gefängnis. Es gelingt
ihr jedoch, alle Schuld auf sich zu nehmen und Hermann
und die anderen Informanten herauszuhalten. Die
ersten beiden Jahre Einzelhaft zermürben Hella.
Keine Bücher, keine Beschäftigung, keine
Briefe und vor allem keine Besuche sind ihr erlaubt.
Immer wieder verliert sie sich in den Erinnerungen.
Als sie mit ansehen muss, wie andere Häftlinge
von einer Wärterin gequält werden, schreit
sie diese an und wird zur Strafe für zwölf
Tage in den Keller mit Ungeziefer gesperrt. Hinterher
ist sie dem Wahnsinn nahe. Hermann versucht unterdessen,
ihr zu helfen. Er wird aber nicht zu ihr gelassen.
Auch seine Bitte, sie heiraten zu dürfen, wird
abgelehnt.
Nach zwei Jahren kommt Hella in Gruppenhaft und
arbeitet in der Wäscherei. Als politische Gefangene
bekommt sie dort Sonderaufgaben. Es tut ihr gut,
wieder unter Menschen zu sein und trotz anfänglicher
Ablehnung findet sie Kontakt zu den anderen Frauen.
Der Gedanke an Hermann hält Hella aufrecht,
dennoch wird sie krank. Wider Erwarten kuriert sie
der Gefängnisarzt, ein überzeugter Nazi,
und verschafft ihr einen Schonplatz in der Bibliothek.
Hermanns Doppelleben geht unterdessen weiter. Eines
Tages wird auch er verhaftet. Im Zuge des Verfahrens
gegen ihn muss Hella erneut aussagen. Durch einen
Fliegeralarm sieht sie Hermann ein letztes Mal im
Luftschutzkeller. Danach wird er - kurz vor Hellas
Freilassung - abtransportiert und ermordet.
Die Rolle der Hella Lindau wurde zu einer der eindruckvollsten
Rollen Jutta Wachowiaks. Dafür wurde sie unter
anderem mit dem Nationalpreis der DDR ausgezeichnet.
Zunächst arbeitete Jutta Wachowiak als Sekretärin,
ehe sie ihren lang gehegten Berufswunsch verwirklichte
und Schauspiel an der Filmhochschule in Babelsberg
studierte. Erste künstlerische Stationen wurden
das Hans-Otto-Theater Potsdam und das Städtische
Theater Karl-Marx-Stadt (Chemnitz). Dort wurde sie
in der Rolle der Luise in Schillers "Kabale
und Liebe" entdeckt und ans Deutsche Theater
Berlin geholt, dessen Ensemble Jutta Wachowiak bis
2004 angehörte.
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