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Lady
Booby ist mit ihrem Mann Sir Thomas nicht gerade
glücklich. Als der plumpe Landjunker bei einer
Badekur das Zeitliche segnet, will die liebeshungrige
Dame sich bei dem jungen Joseph Andrews schadlos
halten, den sie schon in dieser Absicht zu ihrem
Lakaien gemacht hat. Auch ihre Kammerfrau Slipslop
hat es auf den ranken Jüngling abgesehen. Joseph
liebt jedoch nur seine Fanny und entzieht sich allen
Verführungsversuchen. Lady Booby setzt ihn
daraufhin an die Luft.
Joseph will zurück zu Fanny und fällt
unter die Räuber. Auch Fanny wäre es um
ein Haar sehr schlecht ergangen, wenn ihr nicht
der wackere Gutspfarrer Abraham Adams aus arger
Bedrängnis geholfen hätte. Er mag Fanny
und Joseph gleichermaßen und sähe es
gern, wenn aus den jungen Liebesleuten ein glückliches
Paar würde, aber das Schicksal scheint sich
gegen die beiden verschworen zu haben. So müssen
Joseph und Fanny noch viel durchmachen, ehe das
Glück ihnen am Ende doch lacht ...
Die 1742 erschienene Geschichte von Joseph Andrews
ist neben "Tom Jones" Henry Fieldings
berühmtester Roman. Tony Richardson verfilmte
beide Bücher, seine Joseph-Andrews-Verfilmung
stand jedoch im Schatten der "Tom Jones"-Adaption,
die drei "Oscars" gewann. Dabei ist auch
Richardsons "Joseph Andrews" ein hinreißendes
Sittenbild des 18. Jahrhunderts in England, voller
"Action", saftigem Humor und satirischem
Witz, geistreich und aufwändig in Szene gesetzt.
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