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Teil
1
Eigentlich hat die gut aussehende Catherine alles,
was man sich nur wünschen kann. Sie lebt auf
einer vornehmen Farm in Tansania, hat einen attraktiven
Ehemann und muss sich um ihre Zukunft keine Sorgen
machen. Doch die junge Frau spürt, dass sie
mehr vom Leben erwartet, als die begüterte,
von afrikanischen Hausdienern umsorgte Kolonialherrin
zu spielen.
Außerdem fühlt sie sich seit geraumer
Zeit von ihrem Gatten, dem Italiener Roberto, vernachlässigt.
Der organisiert Großwildjagden für reiche
Touristen und scheint sich mehr für das Wohl
seiner Kunden zu interessieren als für seine
einsame Frau. Als Roberto auf der Jagd von einer
Raubkatze verletzt wird, bringt ihn der Buschpilot
Gordon Coburn ins Krankenhaus. Von der ersten Begegnung
an fühlt sich Catherine von dem Abenteurer
Gordon angezogen. Der Neuseeländer erkennt
schnell, dass Catherine nur darauf wartet, aus ihrer
festgefahrenen Ehe auszubrechen. So wird aus der
stillen Zuneigung schon bald eine erotische Affäre
und schließlich eine große Liebe.
Auf Gordons Drängen hin verlässt Catherine
ihren Mann, um noch einmal ganz von vorne anzufangen.
Die beiden heiraten und kaufen mit Unterstützung
von Catherines Eltern eine Farm, um Blumen zu züchten
und zu vertreiben. Bereits auf der Hochzeitsfeier
bekommt Catherine von Gordons autoritärem Vater
zu spüren, dass er nur wenig von seinem Sohn
und dessen Zukunftsplänen hält. Diese
Skepsis scheint sich zu bewahrheiten, als Gordon
von der Nacht an, in der Catherine ihr gemeinsames
Kind zur Welt bringt, wie ausgewechselt ist. Er
beginnt zu trinken und seine Stimmung schwankt zwischen
tiefer Depression und cholerischer Aggression.
Schließlich findet Catherine den Grund für
diesen Wandel heraus: In jener Nacht tötete
Gordon bei einer Notlandung mit seinem Flugzeug
zwei Kinder eines afrikanischen Stammes. Seither
versucht er, seine Schuldgefühle in Alkohol
zu ertränken. In dem verwahrlosten Aussteiger
Larry findet er einen trinkfesten Freund. Doch Catherine
ist bereit, für ihr Glück zu kämpfen.
Mit ihrer Hilfe kann Gordon sein Trauma überwinden
- so scheint es zumindest.
Teil 2
Die Zeit heilt alle Wunden, heißt es. Doch
bei Gordon Coburn trifft diese Binsenweisheit nicht
zu. Fünf Jahre sind vergangen, seit der Buschpilot
bei einer nächtlichen Notlandung mit seinem
Flugzeug zwei Kinder eines afrikanischen Stammes
erfasste und tötete. Trotz der Bemühungen
seiner liebevollen Ehefrau Catherine hat sich Gordon
vom Trauma dieses Unfalls nie komplett erholt. Eine
Missernte auf der gemeinsamen Farm in Tansania sowie
finanzielle Probleme verstärken seine Depression
und lassen ihn abermals zur Flasche greifen. Catherine,
die sich vor allem um das Wohl der gemeinsamen Tochter
sorgt, kann nichts mehr gegen Gordons gewalttätige
Ausfälle tun. Sein bester Freund neben der
Schnapsflasche ist der versoffene Aussteiger und
Schlangenzüchter Larry. Als Catherine schließlich
herausfindet, dass Gordon eine Affäre mit ihrer
besten Freundin Helen hat, kommt es zur Trennung.
Wenig später macht ihr Gordon, scheinbar geläutert,
ein Versöhnungsangebot. Aber das Treffen endet
in einer Katastrophe: Völlig betrunken wird
Gordon abermals handgreiflich. Im Lauf der dramatischen
Auseinandersetzung fällt plötzlich ein
Schuss - als die Polizei auf der Farm eintrifft,
findet sie den toten Gordon mit einer Kugel im Kopf.
Zunächst deutet alles auf Selbstmord hin. Doch
Gordons verbitterte Eltern und sein Bruder Duncan
wollen sich mit dieser Erklärung nicht abfinden.
Mit Larrys Unterstützung suchen sie nach Beweisen,
die belegen können, dass Catherine Gordon vorsätzlich
ermordet hat - mit Erfolg. Die völlig fassungslose
Catherine wird verhaftet und wegen Mordes vor Gericht
gestellt. Sollte sie verurteilt werden, droht ihr
in Tansania die Todesstrafe. Einzig die Eltern und
ihre Freundin Megan halten noch zu ihr. In dem ebenso
langwierigen wie aufwühlenden Prozess zeigt
sich jedoch, dass Gordons Familie sogar zu kriminellen
Mitteln greift, um Catherine an den Galgen zu bringen.
Basierend auf der gleichnamigen Autobiografie der
Deutsch-Afrikanerin Kerstin Cameron, erzählt
der abschließende Teil des aufwendigen Zweiteilers
"Kein Himmel über Afrika" eine dramatische
Geschichte um Liebe, Verrat, Intrigen und Gerechtigkeit.
Der von Roland Suso Richter inszenierte Film entstand
in Südafrika. In der Hauptrolle beeindruckt
Veronica Ferres als eine Frau, die für ihre
Liebe kämpft, ihre Unabhängigkeit findet
und dabei an den Rand des Abgrunds gerät. An
ihrer Seite glänzt der französische Kinostar
Jean-Hugues Anglade als charmanter Abenteurer, dessen
dunkle Seite immer deutlicher zum Vorschein kommt.
In weiteren Rollen sind Nikolai Kinski, Götz
George und Matthias Habich zu sehen.
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