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Dem
jungen Benediktinermönch Markus, der die ersten
Priesterweihen empfangen hat, begegnet während
seines Urlaubs zu Pfingsten die Versuchung in Gestalt
seiner Jugendliebe Linda. Linda, die Tochter des
verschuldeten Barons Danning, ist kurz davor, den
reichen Fabrikantensohn Walter Bertram zu heiraten,
der das verschuldete Familiengut der Dannings retten
könnte. Doch die Begegnung mit ihrem Jugendfreund
Markus verstärkt ihren Zweifel an der Aufrichtigkeit
ihrer Liebe zu Walter. Daher schiebt sie die Hochzeit
mit ihm immer wieder hinaus - unter dem Vorwand,
sie werde erst heiraten, wenn die verstummte Orgel
des Ortes wieder erklingt.
Doch Orgelbauer Franz ist mit seinem Zwillingsbruder
Josef, dem Kammerdiener von Baron Danning, wegen
des Erstgeburtsrechts in Streit geraten und will
daher keine Zeit zur Orgel-Reparatur haben. Walter
übernimmt unterdessen die Gutsverwaltung und
kommt einem betrügerischen Gutsverwalter auf
die Schliche. Und der junge Mönch, der sich
seiner Berufung nun sicher ist, repariert die Orgel,
damit Linda und Walter endlich heiraten können.
Ein unterhaltsamer Heimatfilm, den August Rieger
mit einer Reihe von Stars jener Jahre inszenierte.
Neben Sieghardt Rupp, eigentlich der harte Mann
des deutschen Nachkriegsfilms, Gerlinde Locker und
dem Charmeur Wolf Albach-Retty glänzt Paul
Hörbiger in einer Doppelrolle des Zwillingspaares
Franz und Josef Burgmann. Anlässlich seines
115. Geburtstages am 29. April 2009 will das MDR
FERNSEHEN an den vielseitigen österreichischen
Theater- und Filmschauspieler erinnern. Seine Lieblingsrolle
war der Wiener, eher verträglich und gemütlich.
Wie sein Kollege und Lieblingspartner Hans Moser
war er Dienstmann, Ober, Adliger, Bänkelsänger.
Hörbiger war auch Kaiser Franz Josef II., Joseph
Haydn, Johann Strauß oder Franz Schubert.
Er debütierte 1927 beim Film und spielte in
der Stummfilmzeit in Fritz Langs "Spione"
und in "Asphalt" wichtige Rollen.
Seine Tonfilmografie umfasst über 200 Filme,
vorwiegend Operetten und Komödien - von "Der
Kongress tanzt" (1931) und Max Ophüls
Meisterwerk "Liebelei" (1932) bis zu den
Filmen als Volksschauspieler ("Lumpaviragabundus"
1956). Im Nachkriegsfilm war er der verschüchterte
Portier in Carol Reeds "Der dritte Mann"
(1949), vorwiegend aber in der Klischeebesetzung
für Wiener Schmäh und Heurigen-Seligkeit.
Er gilt als der beliebteste Vertreter der Hörbiger-Schauspielerfamilie,
zu der sein Bruder Attila (1896-1987), dessen Frau
Paula Wessely (1908-2000) und deren Tochter Christiane
Hörbiger (geb. 1938) gehören. 1969 erhielt
er das "Filmband in Gold" für langjähriges
und hervorragendes Wirken im deutschen Film. Er
starb am 5.3.1981 in Wien.
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