Liebe, Brot und 1000 Küsse

Italienischer Spielfilm von 1955
Regie Dino Risi
Drehbuch Ettore Maria Margadonna
Musik Alessandro Cicognini
Kamera Giuseppe Rotunno
Darsteller Commandante Carotenuto - Vittorio De Sica
Sophia - Sophia Loren
Violante Ruotolo - Lea Padovani
Nicola Pascazzio - Antonio Cifariello
Caramella - Tina Pica
Don Matteo - Mario Carotenuto
Die Schwedin - Yoka Berretty
Camilla - Clara Crispo
Polizist - Nino Imparato
Bürgermeister - Antonio La Raina
und andere

Antonio Carotenuto ist in seine Heimatstadt Sorrent zurückgekehrt, um dort die Gendarmerie-Kommandantur zu übernehmen. Quartier nehmen muss er vorläufig im Hause der nicht mehr ganz jungen Donna Violante, da der Familienwohnsitz noch von der temperamentvollen Witwe Donna Sophia blockiert wird, die sich weigert, die Kündigung ihrer Wohnung durch den Pfarrer zu akzeptieren.

Während Antonio Donna Violante aus dem Weg zu gehen versucht, die sich offensichtlich und ernsthaft in ihn verliebt hat, macht er Donna Sophia unverblümt den Hof. Aber auch der junge Polizeianwärter Nicolino ist bis über beide Ohren in die temperamentsvolle Schöne verliebt. So ist sich "Don Juan" Carotenuto darüber klar, dass hier seine Entschlusskraft und Risikobereitschaft gefragt sind, um im Rennen um die Gunst der Schönen die Nase vorn zu haben.

Er weiß nicht, dass Sophia ihr Herz längst an den jungen Nicolino verloren hat und sich seine Anbetung nur gefallen lässt, um den schüchternen Polizisten eifersüchtig zu machen.

Am 19.9.2004 wurde sie 70 - die große Filmdiva Sophia Loren. Das MDR FERNSEHEN zeigte aus diesem Anlass eine fünfteilige Reihe von Filmen, in denen sie u.a. mit ihrem Förderer De Sica und ihrem Lieblingspartner Marcello Mastroianni, mit dem sie in zehn Filmen spielte, zu sehen ist. Neben ihrem Ehemann, dem Produzenten Carlo Ponti, war Vittorio De Sica für Sophia Loren von größter Bedeutung. In seinem Film "Das Gold von Neapel" konnte sie 1954 zum ersten Mal ihre schauspielerische Präsenz beweisen.

In dem ein Jahr später auch von De Sica inszenierten dritten Teil der kleinen Italien-Trilogie "Liebe, Brot und 1000 Küsse" wurde sie statt Gina Lollobrigida eingesetzt und auch hier erspielte sie sich die Zuschauergunst. Bis 1959 stand De Sica mit der Loren sechs Mal vor der Kamera, u.a. auch in "Eine Frau für schwache Stunden". Mitte der Fünfzigerjahre gingen die Loren und Ponti nach Hollywood, um an ihrer internationalen Karriere zu arbeiten.

Sie drehte u.a. mit Gary Grant "Hausboot" und mit John Wayne "Die Stadt der Verlorenen" (1960), doch der große Erfolg blieb aus. Der gelang ihr - zurück in Italien - 1960 unter De Sicas Regie im Nachkriegsdrama "Und dennoch leben sie". Für die Rolle der starken Witwe wurde sie als erste und bis heute einzige Schauspielerin in einem nicht-englischsprachigen Film mit einem Oscar als "beste Hauptdarstellerin" ausgezeichnet und als Weltstar gefeiert.
Die Sechzigerjahre wurden zum "Loren"-Dezennium, 1969 kürte sie die Hollywood Foreign Press Association zum "Beliebtesten Star der Welt". In den Siebzigerjahren profilierte sie sich u.a. mit "Ein besonderer Tag" (1977) in der Regie von Ettore Scola als Charaktersdarstellerin. Ihrem Mann Carlo Ponti verdankt sie es, dass sie sich früh rar gemacht hat, sorgfältig auf ihre Rollen achtete und so ihren Erfolg halten konnte. Zu diesen späteren Erfolgen gehören Robert Altmans "Prêt-à Porter" (1995), in dem es ein Wiedersehen mit Marcello Mastroianni gab, ebenso wie "Ein verrücktes Paar - Der dritte Frühling" (1991) neben dem ewig streitsüchtigen Paar Walther Matthau und Jack Lemmon.
   

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