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Antonio
Carotenuto ist in seine Heimatstadt Sorrent zurückgekehrt,
um dort die Gendarmerie-Kommandantur zu übernehmen.
Quartier nehmen muss er vorläufig im Hause
der nicht mehr ganz jungen Donna Violante, da der
Familienwohnsitz noch von der temperamentvollen
Witwe Donna Sophia blockiert wird, die sich weigert,
die Kündigung ihrer Wohnung durch den Pfarrer
zu akzeptieren.
Während Antonio Donna Violante aus dem Weg
zu gehen versucht, die sich offensichtlich und ernsthaft
in ihn verliebt hat, macht er Donna Sophia unverblümt
den Hof. Aber auch der junge Polizeianwärter
Nicolino ist bis über beide Ohren in die temperamentsvolle
Schöne verliebt. So ist sich "Don Juan"
Carotenuto darüber klar, dass hier seine Entschlusskraft
und Risikobereitschaft gefragt sind, um im Rennen
um die Gunst der Schönen die Nase vorn zu haben.
Er weiß nicht, dass Sophia ihr Herz längst
an den jungen Nicolino verloren hat und sich seine
Anbetung nur gefallen lässt, um den schüchternen
Polizisten eifersüchtig zu machen.
Am 19.9.2004 wurde sie 70 - die große Filmdiva
Sophia Loren. Das MDR FERNSEHEN zeigte aus diesem
Anlass eine fünfteilige Reihe von Filmen, in
denen sie u.a. mit ihrem Förderer De Sica und
ihrem Lieblingspartner Marcello Mastroianni, mit
dem sie in zehn Filmen spielte, zu sehen ist. Neben
ihrem Ehemann, dem Produzenten Carlo Ponti, war
Vittorio De Sica für Sophia Loren von größter
Bedeutung. In seinem Film "Das Gold von Neapel"
konnte sie 1954 zum ersten Mal ihre schauspielerische
Präsenz beweisen.
In dem ein Jahr später auch von De Sica inszenierten
dritten Teil der kleinen Italien-Trilogie "Liebe,
Brot und 1000 Küsse" wurde sie statt Gina
Lollobrigida eingesetzt und auch hier erspielte
sie sich die Zuschauergunst. Bis 1959 stand De Sica
mit der Loren sechs Mal vor der Kamera, u.a. auch
in "Eine Frau für schwache Stunden".
Mitte der Fünfzigerjahre gingen die Loren und
Ponti nach Hollywood, um an ihrer internationalen
Karriere zu arbeiten.
Sie drehte u.a. mit Gary Grant "Hausboot"
und mit John Wayne "Die Stadt der Verlorenen"
(1960), doch der große Erfolg blieb aus. Der
gelang ihr - zurück in Italien - 1960 unter
De Sicas Regie im Nachkriegsdrama "Und dennoch
leben sie". Für die Rolle der starken
Witwe wurde sie als erste und bis heute einzige
Schauspielerin in einem nicht-englischsprachigen
Film mit einem Oscar als "beste Hauptdarstellerin"
ausgezeichnet und als Weltstar gefeiert.
Die Sechzigerjahre wurden zum "Loren"-Dezennium,
1969 kürte sie die Hollywood Foreign Press
Association zum "Beliebtesten Star der Welt".
In den Siebzigerjahren profilierte sie sich u.a.
mit "Ein besonderer Tag" (1977) in der
Regie von Ettore Scola als Charaktersdarstellerin.
Ihrem Mann Carlo Ponti verdankt sie es, dass sie
sich früh rar gemacht hat, sorgfältig
auf ihre Rollen achtete und so ihren Erfolg halten
konnte. Zu diesen späteren Erfolgen gehören
Robert Altmans "Prêt-à Porter"
(1995), in dem es ein Wiedersehen mit Marcello Mastroianni
gab, ebenso wie "Ein verrücktes Paar -
Der dritte Frühling" (1991) neben dem
ewig streitsüchtigen Paar Walther Matthau und
Jack Lemmon.
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