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Die
amerikanische Gangsterchefin Maggie fliegt als Nonne
verkleidet nach Neapel. Mühelos kann sie das
moderne Einbruchswerkzeug ihrer Komplizen und Jack
durch den Zoll schmuggeln. Maggie hat es auf den
wertvollen Kirchenschatz des Heiligen Gennaro abgesehen,
des Schutzpatrons der Neapolitaner. Sie möchte
den Mafia-Paten Don Vincenzo als Partner gewinnen,
doch er genießt den Lebensabend im gemütlichen
Gefängnis und schickt sie zu Dudu. Der stadtbekannte
Ganove entpuppt sich jedoch als selbstbewusster
Gigolo.
Maggie kann ihn erst durch ihren weiblichen Charme
als Komplizen gewinnen, zum Verdruss Concettinas,
der temperamentvollen Geliebten Dudus. Dieser und
sein schlagkräftiger Helfer Sciascillo verblüffen
die Amerikaner durch ihre Traditionsliebe. Sie bitten
den Heiligen Gennaro um Verständnis für
ihren Raub und weihen zudem ihre weitläufigen
Familien-Clans in den Coup ein, was den schweigsamen
Profi Jack zur Verzweiflung treibt. Als es endlich
losgeht, landen die Ganoven nicht beim Kirchenschatz,
sondern versehentlich bei der Hochzeitsfeier von
Don Vincenzos Enkelin. Der herzkranke Frank überlebt
das rauschende Fest nicht und stirbt an einer Alkoholvergiftung.
Nach diesem Rückschlag wagen Maggie und Dudu
einen zweiten Versuch. Die Straßen der Altstadt
sind wegen eines Schlager-Festivals im Fernsehen
ausgestorben, als sich die Ganoven im Labyrinth
der Kanalisation an den Schatz heranpirschen. Sie
stehlen das Gold und die Juwelen, doch damit geht
der Ärger erst richtig los.
Eine amüsante Gaunerkomödie mit Mario
Adorf, "die sich wohltuenderweise selbst nicht
allzu ernst nimmt" (Lexikon des Internationalen
Films), und in der auf geistreiche Art amerikanische
Perfektion und italienische Lässigkeit aufeinanderprallen.
Mario Adorf, "der sympathischste Bösewicht
des europäischen Kinos" (Cinema Filmlexikon),
geboren in Zürich und in der Eifel aufgewachsen,
feierte zunächst Erfolge auf der Bühne
- u.a. an den Münchner Kammerspielen - , bevor
er für die Leinwand entdeckt und zum Star wurde.
Durch Rollen wie den unheimlichen Massenmörder
in "Nachts, wenn der Teufel kommt" (1957)
wurde er auf den Filmschurken festgelegt, aber er
konnte auch in komödiantischen Rollen als klobiger
Klotz mit Gemüt glänzen. Er hat mit allen
wichtigen Regisseuren gearbeitet - von Schlöndorff
bis Verhoeven, von Fassbinder bis Reinhard Hauff.
Der "späte" Mario Adorf der Achtziger-
und Neunzigerjahre eroberte mit Vehemenz den Bildschirm
("Der große Bellheim", 1991) und
entpuppte sich als grandioser Erzähler ("Der
Mäusetöter"), Chansonnier und Entertainer.
Weder sieht man ihm seine 75 Jahre () an, noch
hat er sich zur Ruhe gesetzt, wie u.a. "Epsteins
Nacht" (2002), der zweite Film der kleinen
Reihe, beweist. Das Geheimnis seiner physischen
Präsenz, seiner inneren Leuchtkraft hat er
einmal in einem Interview verraten: "Man muss
ein magnetisches Kraftfeld aufbauen. Und als Schauspieler
in der Lage sein, dem Publikum seinen eigenen Herzschlag
mitzuteilen. Ja, fast aufzudrängen".
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