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Jugoslawien
1941/42. Hitler-Deutschland hat das Land besetzt,
ein Todesurteil für Juden und Zigeuner. Die
17-jährige Lenka lebt mit ihrem kleinen blinden
Bruder Mischa allein. Die Mutter ist tot, ihr Vater
Ratko Vitas, hochangesehener Lehrer im Ort, musste
als Reserveoffizier 1940 einrücken und ist
nun deutscher Kriegsgefangener. Vor allem aber ist
er Jude, was sein Leben wie das seiner Kinder bedroht.
Der einzige Halt für Lenka ist ihre Liebe zu
Ivan, der bei den Partisanen im Wald kämpft.
Lenka ersetzt dem kleinen Bruder liebevoll Mutter
und Vater, sie erklärt ihm in den schönsten
Farben die Welt, die er nicht sehen kann. Und sie
träumen gemeinsam von der baldigen Fahrt in
die Stadt, wo Mischas Augen operiert werden sollen.
Der Einzige, der Lenka hilft, ist der Arzt Doktor
Kolarov. Wenig später informiert man Lenka
auf der deutschen Kommandantur, dass ihr Vater im
Lager gestorben sei. Doch eines Tages steht er in
der Tür, er konnte fliehen. Ratko versucht,
bei seinem alten Freund, dem Großgrundbesitzer
Dusan Katanski unterzukommen, doch der verweigert
ihm kalt jede Hilfe. So muss sich der Vater im Haus
verstecken und Mischa versteht gar nicht, dass er
es niemandem erzählen darf. Nach einem Kampf
mit den Deutschen sucht Ivan schwer verwundet Zuflucht
bei den Vitas'. Um die Soldatensuchtrupps in die
Irre zu führen, flüchtet der Vater aus
dem Haus und wird dabei erschossen. Damit rettet
er Ivan das Leben. Seine Kinder glauben ihn in Sicherheit.
Eines Tages wird bittere Wirklichkeit, was Lenka
schon lange befürchtet: Die SS steht vor der
Tür. Schnell zieht sie den Bruder an, um Ivan
auf dem Dachboden nicht zu gefährden. Gefasst
geht sie mit dem Kleinen zum Bahnhof, wohl wissend,
wohin der Zug sie und die anderen bringen wird.
Ein letztes Mal erzählt sie Mischa, dass sie
nun in die Stadt fahren, wo er operiert wird und
malt ihm die wunderschöne Landschaft aus, die
am Zugfenster vorbeifliegt.
"Ein bewegender Film, der sein Thema (...)
künstlerisch überzeugend behandelt."
(Lexikon des Internationalen Films). Regisseur Nelo
Risi inszenierte ihn nach einer Erzählung seiner
Frau Edith Bruck, einer Ungarin, die mehrere Konzentrationslager,
unter anderem Auschwitz und Bergen-Belsen, überlebt
hat. Die Hauptrolle der Lenka spielt - weich und
stark gleichermaßen - die großartige
Geraldine Chaplin, damals 21 Jahre alt.
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