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Leonid
Filimonow ist der zweite Mann in der Hauptabteilung
für Freizeit. Von ihm hängt das Schicksal
ganzer Laienkulturgruppen ab - egal, ob sie im Chor
singen, tanzen oder Kabarett spielen. Pausenlos
sitzt Filimonow mit seinen Mitarbeitern in sinnlosen
Sitzungen, denen sinnlose Anordnungen folgen. Alle
bedienen sich einer geistlosen Beamtensprache und
kennen nur eine einzige Angst: Das gemütliche
Arbeitszimmer, den weichen Sessel und ihre Privilegien
zu verlieren.
Bei einer seiner Kulturinspektionen lernt Filimonow
Lida kennen, die im "Klub der Mediziner"
in einer modernen "Revisor"-Inszenierung
mitspielt. Als sie ihn wenig später in ihrer
Eigenschaft als Krankenschwester in der Wohnung
besucht, verliebt er sich Hals über Kopf in
sie. Nachdem sie sich anfänglich sträubt,
erliegt auch Lida seinem Charme. Sie erleben glückliche
Stunden, in denen sich Filimonow auch an seine Flöte
erinnert, die er einst in der Meisterklasse des
Konservatoriums studierte.
Doch die Rückkehr seiner Frau Lena, einer Architektin
mit einflussreichem Vater, zerstört die Idylle.
Fortan ist Filimonow hin- und hergerissen zwischen
beiden Frauen. Die Ehefrau garantiert ihm weiteren
beruflichen Aufstieg und privilegiertes Leben, die
andere Tratsch und Klatsch der Kollegen und ein
Zimmerchen in einer jener berüchtigten russischen
Mehrfamilienwohnungen. Zumindest im Traum verabschiedet
sich Filimonow von seinem sinnlosen Funktionärsleben
und holt die Flöte wieder vor.
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