Der Ruhm meines Vaters

Französischer Spielfilm von 1990
Regie Yves Robert
Drehbuch Jérôme Tonnerre, Louis Nucéra und Yves Robert
Musik Vladimir Cosma
Kamera Robert Alazraki
Darsteller Joseph Pagnol - Philippe Caubère
Augustine Pagnol - Nathalie Roussel
Onkel Jules - Didier Pain
Tante Rose - Thérèse Liotard
Marcel Pagnol - Julien Ciamaca
Paul Pagnol - Victorien Delamare
Lili aus Bellons - Joris Molinas
Edmond von den Schmetterlingen - Paul Crauchet
Francois, Vater von Lili - Pierre Maguelon
Pfarrer - Victor Garrivier
Briefträger - Michel Modo
Bergougnas, Antiquitätenhändler - Jean Rougerie
und andere

In dem südfranzösischen Ort Aubagne kommt im Jahr 1895 der kleine Marcel zur Welt. Sein Vater Joseph ist Lehrer, Marcels Mutter Augustine ist Schneiderin. Nach Zwischenstationen in kleineren Städten wird Joseph nach Marseille befördert. Hier stellt sich weiterer Nachwuchs ein und Marcel bekommt einen Bruder. Während dieser sich normal entwickelt, ist der aufgeweckte Marcel ein wahrer Überflieger. Bereits lange vor der Einschulung kann er lesen und schreiben. Während sein Vater stolz auf dieses Talent ist, gerät die Mutter in Panik und versteckt sämtliche Bücher vor dem Kleinen.

Damit der wissbegierige Marcel seine Freizeit nicht nur mit Lesen verbringt, geht seine unverheiratete Tante Rose häufig mit ihm in den Stadtpark, nicht ganz ohne eigennützige Hintergedanken, denn bei den gemeinsamen Ausflügen trifft Rose immer wieder einen wohlhabenden Herrn, der sie schließlich zu seiner Ehefrau macht. Ein paar Jahre darauf bringen Marcels Mutter und Tante Rose gesunde Töchter zur Welt. In den großen Sommerferien mieten die beiden Familien gemeinsam ein Landhaus in der Provence. Hier findet Marcel in dem Bauernjungen Lili einen Freund fürs Leben. Lili macht das Stadtkind Marcel mit den Geheimnissen und der Schönheit der Natur vertraut. Gemeinsam verleben die Jungen unbeschwerte Tage voller Entdeckungen und Abenteuer.

Derweil packt Joseph das Jagdfieber. Für Marcel beginnt eine neue aufregende Zeit, denn natürlich verfolgt er voller Spannung die Jagdpläne seines Vaters und seines Onkels. Er kann es kaum erwarten, dass sein hochverehrter Vater die erste Beute schießt, doch Joseph und Onkel Jules verbieten Marcel, sie zu begleiten. Und so folgt Marcel den beiden heimlich bei ihrem Jagdausflug und verhilft seinem Vater unverhofft zu großem Jagdruhm, indem er zwei Rebhühner aufsammelt, die der gute Joseph allerdings eher zufällig getroffen hat. Marcel idealisiert seinen Vater, muss jedoch voller Entsetzen erkennen, dass auch sein vergötterter Vater nicht so perfekt ist, wie er ihn bisher gesehen hat. Dies tut seiner Liebe aber keinen Abbruch, und stolz präsentieren Vater und Sohn im Dorf die Jagdbeute, die seltenen Königsrebhühner. Doch auch die schönsten Ferien gehen einmal zu Ende, der Abschied naht. Marcel mag sich nicht von seinem Freund Lili trennen, und so beschließen die beiden, heimlich in den Bergen als Eremiten zu leben - doch noch vor Sonnenaufgang beenden sie ihr Abenteuer, denn in der Nacht ist die Natur gar zu unheimlich. Und so geht eine wunderbare Zeit in der Provence zu Ende doch es wird kein Abschied für immer sein.
"Der Ruhm meines Vaters" basiert auf den Kindheitserinnerungen des Schriftstellers Marcel Pagnol. Der Film erzählt eine ebenso amüsante wie anrührende Familiengeschichte. Mit viel Gespür für Atmosphäre erweckt Regisseur Yves Robert die Provence des frühen 20. Jahrhunderts zum Leben.
   

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