|
In dem südfranzösischen Ort Aubagne kommt
im Jahr 1895 der kleine Marcel zur Welt. Sein Vater
Joseph ist Lehrer, Marcels Mutter Augustine ist
Schneiderin. Nach Zwischenstationen in kleineren
Städten wird Joseph nach Marseille befördert.
Hier stellt sich weiterer Nachwuchs ein und Marcel
bekommt einen Bruder. Während dieser sich normal
entwickelt, ist der aufgeweckte Marcel ein wahrer
Überflieger. Bereits lange vor der Einschulung
kann er lesen und schreiben. Während sein Vater
stolz auf dieses Talent ist, gerät die Mutter
in Panik und versteckt sämtliche Bücher
vor dem Kleinen.
Damit der wissbegierige Marcel seine Freizeit nicht
nur mit Lesen verbringt, geht seine unverheiratete
Tante Rose häufig mit ihm in den Stadtpark,
nicht ganz ohne eigennützige Hintergedanken,
denn bei den gemeinsamen Ausflügen trifft Rose
immer wieder einen wohlhabenden Herrn, der sie schließlich
zu seiner Ehefrau macht. Ein paar Jahre darauf bringen
Marcels Mutter und Tante Rose gesunde Töchter
zur Welt. In den großen Sommerferien mieten
die beiden Familien gemeinsam ein Landhaus in der
Provence. Hier findet Marcel in dem Bauernjungen
Lili einen Freund fürs Leben. Lili macht das
Stadtkind Marcel mit den Geheimnissen und der Schönheit
der Natur vertraut. Gemeinsam verleben die Jungen
unbeschwerte Tage voller Entdeckungen und Abenteuer.
Derweil packt Joseph das Jagdfieber. Für Marcel
beginnt eine neue aufregende Zeit, denn natürlich
verfolgt er voller Spannung die Jagdpläne seines
Vaters und seines Onkels. Er kann es kaum erwarten,
dass sein hochverehrter Vater die erste Beute schießt,
doch Joseph und Onkel Jules verbieten Marcel, sie
zu begleiten. Und so folgt Marcel den beiden heimlich
bei ihrem Jagdausflug und verhilft seinem Vater
unverhofft zu großem Jagdruhm, indem er zwei
Rebhühner aufsammelt, die der gute Joseph allerdings
eher zufällig getroffen hat. Marcel idealisiert
seinen Vater, muss jedoch voller Entsetzen erkennen,
dass auch sein vergötterter Vater nicht so
perfekt ist, wie er ihn bisher gesehen hat. Dies
tut seiner Liebe aber keinen Abbruch, und stolz
präsentieren Vater und Sohn im Dorf die Jagdbeute,
die seltenen Königsrebhühner. Doch auch
die schönsten Ferien gehen einmal zu Ende,
der Abschied naht. Marcel mag sich nicht von seinem
Freund Lili trennen, und so beschließen die
beiden, heimlich in den Bergen als Eremiten zu leben
- doch noch vor Sonnenaufgang beenden sie ihr Abenteuer,
denn in der Nacht ist die Natur gar zu unheimlich.
Und so geht eine wunderbare Zeit in der Provence
zu Ende doch es wird kein Abschied für immer
sein.
"Der Ruhm meines Vaters" basiert auf den
Kindheitserinnerungen des Schriftstellers Marcel
Pagnol. Der Film erzählt eine ebenso amüsante
wie anrührende Familiengeschichte. Mit viel
Gespür für Atmosphäre erweckt Regisseur
Yves Robert die Provence des frühen 20. Jahrhunderts
zum Leben.
|