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Blaireau, ein pfiffiger Wilddieb, versorgt ganz
Montpaillard mit Fisch oder Fleisch. Umsonst bemüht
sich der einfältige Gendarm Parju, ihn auf
frischer Tat zu ertappen. Doch dann wird Blaireau
dennoch verurteilt - allerdings für ein Vergehen,
das er nicht begangen hat. Während es sich
der Wilddieb im Gefängnis wohl ergehen lässt,
knurren in Montpaillard die Mägen.
In dem kleinen französischen Ort Montpaillard
ist es ein offenes Geheimnis, dass sich der allseits
beliebte Fisch- und Fleischlieferant Blaireau aus
den großen Tierreserven von Wald, See und
Flur bedient, natürlich verbotenerweise. Nur
ist ihm nichts nachzuweisen, sehr zum Ärger
der Obrigkeit. Parju, der ebenso behäbige wie
einfältige Gendarm, ist ihm zwar immer auf
den Fersen, doch Blaireau trickst ihn geschickt
aus. Hündchen Waldfried ist ihm dabei eine
große Hilfe.
Während sich die Honoratioren der Stadt Fasan,
Hase oder Krebs schmecken lassen, lamentieren sie
über Blaireaus Treiben. Eines Tages holt sich
Parju ein blaues Auge, als er einen Einbrecher an
der Mauer des Grundstücks der reichen Familie
de Chaville stellen will. Obwohl es sich dabei um
den verliebten Musiklehrer Fléchard handelt,
der der schönen Tochter Arabella näher
kommen will, ist für die Stadtoberen klar,
dass nur Blaireau als Täter in Frage kommt.
Endlich haben sie einen Grund, ihn ins Gefängnis
zu schicken.
Doch während es sich Blaireau nun im Gefängnis
gut gehen lässt - nicht zuletzt, weil ihm Fléchard
und Arabella anonym jeden Tag Pakete mit allerlei
Leckereien zukommen lassen - gibt es für die
Köche in Montpaillard weder Fleisch noch Fisch
zum Kochen und für die Bürger auch nichts
zum Verspeisen. Zu allem Übel gesteht auch
noch Fléchard seine Tat und will unbedingt
ins Gefängnis. Montpaillard hat plötzlich
jede Menge Trubel zu verkraften.
Eine heitere Räuber- und Gendarmkomödie
mit Louis de Funès in einer seiner frühen
Rollen, die sich durch viel Charme und Originalität
auszeichnet. Sein Blaireau ist voller Einfälle
und stets zu einem Schabernack bereit, vor allem,
wenn er seinem einfältigen Widersacher eins
auswischen kann. Und so nebenbei gibt es immer einen
Seitenhieb auf Doppelzüngigkeit und Bürokratenselbstgefälligkeit.
Ein Filmspaß, der glänzend unterhält
und an den begnadeten Komiker Louis de Funès
erinnern will.
Geboren am 31.07.1914, hatte der gräfliche
Louis Germain David de Funès de Galarza in
seinen ersten 27 Lebensjahren mit der Schauspielerei
noch wenig am Hut. Er arbeitete im Pelzhandel, war
Buchhalter, Fotograf, Klavierspieler. Erst 1941
nahm er Schauspielunterricht; doch der Durchbruch
ließ gut zehn Jahre auf sich warten. In "Zwei
Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris"
(1956) konnte de Funès erstmals sein komödiantisches
Talent ausspielen. Von da an folgte eine Erfolgskomödie
der anderen. Als Hektiker in "Balduin, der
Geldschrankknacker" (1963) und den "Fantomas"-
und "Gendarm"-Filmen setzte sich der kleine
glatzköpfige Mann mit der Hakennase und den
unglaublichen Grimassen auch außerhalb Frankreichs
durch. Louis de Funès, seit 1973 Ritter der
französischen Ehrenlegion, starb am 27.01.1983
in Nantes an den Folgen eines Herzinfarktes.
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