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Bis zum Teenageralter wussten die Halbbrüder
Michael und Bruno nichts voneinander. Schuld daran
ist ihre ebenso egoistische wie exzentrische Mutter
Jane. Um ein unbekümmertes Leben zwischen Berliner
Jet-Set und indischem Ashram führen zu können,
hat sie ihre Söhne bei den Großmüttern
aufwachsen lassen. Als Erwachsene kreuzen sich die
Wege der beiden unterschiedlichen Brüder erneut
am Totenbett ihrer Rabenmutter, die in einer anachronistischen
Hippie-WG ihr Leben aushaucht. Der introvertierte
Michael ist inzwischen ein renommierter Molekularbiologe.
Aus Angst vor der eigenen Courage hat er jedoch
seine Forschungen über asexuelle Fortpflanzung
abgebrochen. Nun ist er auf dem Sprung nach Irland,
um das ambitionierte Projekt doch noch zu vollenden,
als er seine Jugendliebe Anabelle wiedertrifft,
die immer auf ihn gewartet hat.
Bruno verdingt sich derweil als Literaturlehrer
und ist ein verkrachter Schriftsteller. Als sein
sexistischer und rassistischer Roman nicht publiziert
wird, seine Ehe scheitert und man ihn wegen sexueller
Belästigung einer Schülerin suspendiert,
begibt er sich in psychiatrische Behandlung. Nur
mühsam kommt er wieder auf die Beine. In einem
esoterischen Urlaubscamp lernt Bruno die sinnliche
und sensible Christiane kennen, eine Seelenverwandte,
mit der er endlich seine Obsessionen ausleben kann.
Doch das Glück der Brüder ist nur von
kurzer Dauer, denn beide Frauen erkranken schwer.
Regisseur Oskar Roehler schrieb das Drehbuch und
verfilmte Michel Houellebecqs Weltbestseller "Elementarteilchen"
mit deutscher Starbesetzung. Christian Ulmen als
introvertierter Wissenschaftler und Moritz Bleibtreu
als sexbesessener Möchtegern-Autor überzeugen
in dieser visuell mitreißend inszenierten
Tour de Force durch die emotionalen Verwerfungen
und skurrilen modischen Strömungen der Post-Hippie-Ära.
Auch die weiblichen Hauptrollen sind glänzend
besetzt mit Franka Potente als still leidender Anabelle
und Martina Gedeck als Frau, die ihre Todesangst
besiegt. Außerdem sind Uwe Ochsenknecht als
Brunos Vater, Nina Hoss als "Rabenmutter"
und Corinna Harfouch als Psychiaterin zu sehen.
Produziert wurde der Kinoerfolg von Bernd Eichinger
und Oliver Berben.
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