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Lady Grace Elliott ist aus Liebe zu dem Herzog von
Orléans, dem Cousin König Ludwigs XVI.,
von England nach Paris übergesiedelt. Doch
mit der Zeit vergeht die leidenschaftliche Liebe;
zurück bleibt eine tiefe, platonische Freundschaft,
die auch so manche politischen Differenzen übersteht.
Denn Lady Grace ist eine überzeugte Royalistin,
der Herzog hingegen ein Verfechter revolutionärer
Ideen, aber beide sind keine Dogmatiker, und menschliche
Werte bedeuten ihnen mehr als politische Ideale.
So bleibt ihre Verbundenheit selbst nach dem Ausbruch
der Französischen Revolution bestehen.
Als der Herzog, ein Mitglied des Nationalkonvents,
für die Exekution des inzwischen verhafteten
Königs stimmt, setzt die Royalistin Grace alles
daran, ihn umzustimmen - ohne Erfolg, woran ihre
Freundschaft zu zerbrechen droht. Ihr gelingt es
jedoch, den Herzog zu überzeugen, einem geächteten
Königstreuen - ausgerechnet seinem Intimfeind
Champcenetz - zur Flucht vor den Jakobinern zu verhelfen.
In den Wirren der Ereignisse gerät die mutige
Lady schließlich selbst in die Fänge
der Revolutionäre, entgeht aber dank einer
Laune Robespierres, der höchstpersönlich
den Fortschritt der Revolutionsgerichtsbarkeit überprüft,
dem Tod. Der Herzog dagegen wird verurteilt und
endet auf der Guillotine.
In seinem Film über die Französische Revolution
ist der über 80-jährige Eric Rohmer nicht
nur inhaltlich, sondern auch formal geradezu bahnbrechend
neue Wege gegangen. Die Möglichkeit, Paris
während der Revolution als Pappmaché-Kulisse
nachzubilden, hatte der Regie-Altmeister gar nicht
erst erwogen. Nach alten Stadtplänen und Genrebildern
entstanden für die Außenaufnahmen insgesamt
37 Hintergrundbilder. Mittels digitaler Bluescreen-Technik
agieren die Darsteller bei Straßenszenen perspektivisch
überzeugend "in" diesen Bildern.
So gelang Rohmer ein ganz besonderer historischer
Film über eine ungewöhnliche Frau in einer
gefahrvollen Zeit.
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