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Der Mord an einer Prostituierten führt im Hamburger
Rotlichtmilieu zu "Revier"-Streitigkeiten.
"Die Engel von St. Pauli" zählt zu
den Genre-Klassikern der 60er Jahre. Regisseur Jürgen
Roland gelang eine treffende Unterweltzeichnung
jener Zeit und darüber hinaus ein routiniert
inszeniertes Kriminalstück.
In Horst Frank fand er die Idealbesetzung des strippenziehenden
Kiezmanagers und Ganoven. Auf St. Pauli leben die
Menschen nach eigenen Gesetzen, die manchmal ein
bisschen an die rauen Pioniertage im Wilden Westen
erinnern. Im "Kiez", so nennen die St.
Paulianer ihr Stadtviertel, verschaffen Fachleute
des Gewerbes zahlungswilligen Besuchern aus aller
Welt das Vergnügen, das sie sich vom Milieu
dieses Hamburger Viertels erhoffen.
Die harten Burschen und ihre anschmiegsamen Mädchen
richten den Blick weniger gen Himmel als auf die
Straße, denn dort liegt für sie das Geld.
Wenn aber ein Störenfried gegen die Gesetze
des Viertels verstößt und ihnen damit
das gut gehende Geschäft verdirbt, sorgen die
Leute vom "Kiez" mit ihren Mitteln wieder
für beinahe himmlische Ruhe. Und dabei fühlen
sie sich manchmal wie "Die Engel von St. Pauli".
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